
Australien bestätigt Einführung eines Digital-Nomaden-Visums ab 1. August 2026
Australien wird ab dem 1. August 2026 ein spezielles Digital-Nomaden-Visum einführen, das Bürgern aus Japan, Südkorea, Singapur, Malaysia, Thailand, Vietnam, Indonesien, den Philippinen, Indien und China erlaubt, bis zu 12 Monate im Land zu leben und für ausländische Arbeitgeber remote zu arbeiten. Das Innenministerium plant, das Programm im ersten Jahr auf 50.000 Plätze zu begrenzen und gezielt regionale Zentren wie Cairns, Darwin, Launceston und Hobart zu fördern, um den Tourismuseffekt über die großen Metropolen hinaus zu verteilen.
Voraussetzungen für Bewerber sind ein biometrischer Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit, ein Mindesteinkommen von 45.000 AUD pro Jahr aus Fernarbeit sowie ein Nachweis einer Krankenversicherung. Familienangehörige können mitreisen, sofern das Familieneinkommen über 60.000 AUD liegt. Die Bearbeitungszeit wird durchschnittlich 15 Werktage betragen, die Gebühr für den Antrag liegt bei 630 AUD – damit positioniert sich das Visum preislich zwischen dem Working-Holiday-Visum (Subclass 417/462) und dem Temporary Graduate-Visum (Subclass 485).
Tourism Australia schätzt, dass Langzeit-Remote-Arbeitende jährlich rund 63.000 AUD für Unterkunft, Verpflegung und Inlandsreisen ausgeben – 22 % mehr als durchschnittliche Freizeitreisende. Canberra hofft, dass diese Ausgaben die regionalen Wirtschaften stärken, die sich nach der COVID-19-Pandemie noch im Wiederaufbau befinden.
Für Arbeitgeber entfällt die Arbeitsmarktprüfung und Nominierungspflicht. Unternehmen mit australischen Niederlassungen müssen jedoch sicherstellen, dass nomadische Mitarbeitende keine Aufgaben für die lokale Filiale übernehmen oder Rechnungen an diese stellen, um Lohnsteuer- und Fair-Work-Risiken zu vermeiden. Multinationale Konzerne prüfen bereits ihre Remote-Arbeitsrichtlinien, da Aufenthalte in Australien über 183 Tage steuerliche Ansässigkeit auslösen können.
Praktische Hinweise: Mobility-Manager sollten das neue Visum bei Talenten aus Asien bekannt machen und globale Mobilitätsrichtlinien hinsichtlich Steuer-, Betriebsstätten- und Sozialversicherungsfragen überprüfen. Reisende empfiehlt es sich, Flüge zu sekundären Flughäfen mit SmartGate-E-Passkontrolle zu buchen, um Wartezeiten bei der Ankunft zu minimieren.
Australien wird ab dem 1. August 2026 ein spezielles Digital-Nomaden-Visum einführen, das Bürgern aus Japan, Südkorea, Singapur, Malaysia, Thailand, Vietnam, Indonesien, den Philippinen, Indien und China erlaubt, bis zu 12 Monate im Land zu leben und für ausländische Arbeitgeber remote zu arbeiten. Das Innenministerium plant, das Programm im ersten Jahr auf 50.000 Plätze zu begrenzen und gezielt regionale Zentren wie Cairns, Darwin, Launceston und Hobart zu fördern, um den Tourismuseffekt über die großen Metropolen hinaus zu verteilen.
Voraussetzungen für Bewerber sind ein biometrischer Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit, ein Mindesteinkommen von 45.000 AUD pro Jahr aus Fernarbeit sowie ein Nachweis einer Krankenversicherung. Familienangehörige können mitreisen, sofern das Familieneinkommen über 60.000 AUD liegt. Die Bearbeitungszeit wird durchschnittlich 15 Werktage betragen, die Gebühr für den Antrag liegt bei 630 AUD – damit positioniert sich das Visum preislich zwischen dem Working-Holiday-Visum (Subclass 417/462) und dem Temporary Graduate-Visum (Subclass 485).
Tourism Australia schätzt, dass Langzeit-Remote-Arbeitende jährlich rund 63.000 AUD für Unterkunft, Verpflegung und Inlandsreisen ausgeben – 22 % mehr als durchschnittliche Freizeitreisende. Canberra hofft, dass diese Ausgaben die regionalen Wirtschaften stärken, die sich nach der COVID-19-Pandemie noch im Wiederaufbau befinden.
Für Arbeitgeber entfällt die Arbeitsmarktprüfung und Nominierungspflicht. Unternehmen mit australischen Niederlassungen müssen jedoch sicherstellen, dass nomadische Mitarbeitende keine Aufgaben für die lokale Filiale übernehmen oder Rechnungen an diese stellen, um Lohnsteuer- und Fair-Work-Risiken zu vermeiden. Multinationale Konzerne prüfen bereits ihre Remote-Arbeitsrichtlinien, da Aufenthalte in Australien über 183 Tage steuerliche Ansässigkeit auslösen können.
Praktische Hinweise: Mobility-Manager sollten das neue Visum bei Talenten aus Asien bekannt machen und globale Mobilitätsrichtlinien hinsichtlich Steuer-, Betriebsstätten- und Sozialversicherungsfragen überprüfen. Reisende empfiehlt es sich, Flüge zu sekundären Flughäfen mit SmartGate-E-Passkontrolle zu buchen, um Wartezeiten bei der Ankunft zu minimieren.
Quelle: Atlas Guide / Reuters