IRCC führt gezielte Express-Entry-Auslosung für leitende Manager durch, CRS-Grenzwert sinkt auf 389
Nachtstreik der Fluglotsen legt über 40 Flüge am Flughafen Brüssel Süd Charleroi lahm
Finnland richtet MARSEC EU 26 aus, um die Unterwasserinfrastruktur der Ostsee zu schützen
Neueste Nachrichten
EU gewährt Frankreich Spielraum bei biometrischen Ein- und Ausreisekontrollen im Schengen-Raum zur Entlastung der Grenzschlangen
Brüssel toleriert vorübergehend eine lockere Anwendung des neuen Schengen-Ein- und Ausreisesystems und erlaubt Frankreich, die verpflichtende biometrische Erfassung während Spitzenzeiten auszusetzen. Dieser Schritt verhindert kurzfristige Engpässe an den Kanalkreuzungen und Pariser Flughäfen, erhöht jedoch den Druck auf Paris, die vollständigen EES-Standards einzuhalten. Geschäftsreisende gewinnen vorerst Zeit, doch Unternehmen sollten weiterhin mit unvorhersehbaren Bearbeitungszeiten rechnen, bis die volle Compliance erreicht ist.
Rechte Proteste rücken Kanalüberquerungen im Vereinigten Königreich wieder in den Fokus
Maskierte rechtsextreme Aktivisten blockierten diesen Monat kurzzeitig Dover und Portsmouth und hielten damit die Debatte um die Migration per Kleinboot trotz eines Rückgangs der Ankünfte um 44 % im Jahresvergleich aufrecht. Regierungszahlen zeigen, dass die Nettozuwanderung insgesamt fast halbiert wurde, doch die öffentliche Besorgnis bleibt hoch. Die Proteste verdeutlichen, wie Wahrnehmung statt Fakten die Grenzpolitik im Vereinigten Königreich prägt – ein Aspekt, den Experten für globale Mobilität und Reisemanagement genau beobachten sollten.
Weniger Migranten erreichen Italien 2026 über das Meer, doch Ertrinkungsfälle steigen, warnt IOM
IOM meldet: In diesem Jahr erreichten nur 21.000 Menschen Italien über das Meer – halb so viele wie im Vorjahr. Dennoch starben fast 1.000 auf der zentralen Mittelmeerroute. Dieses Missverhältnis verdeutlicht, dass die Fluchtbewegungen zwar abnehmen, aber gefährlicher werden, und erhöht den Druck auf Rom, legale Migrationswege auszubauen. Programme zur Unternehmensmobilität sollten mögliche regulatorische oder operative Änderungen an italienischen Häfen genau beobachten.
Österreich führt bis März 2027 wieder Grenzkontrollen im Inland wegen Sicherheitsbedenken ein
Österreich hat ab dem 16. September 2026 bis zum 15. März 2027 wieder Kontrollen an seinen Land- und Flussgrenzen zu der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Slowenien eingeführt. Als Gründe werden irreguläre Migration und umfassendere Sicherheitsbedrohungen genannt. Geschäftsreisende und Pendler sollten mehr Zeit einplanen und ihre Ausweise bereithalten, während Lieferkettenmanager ihre Lieferpläne überprüfen sollten. Dieser Schritt verdeutlicht den anhaltenden Druck auf den Schengen-Freizügigkeitsraum und signalisiert, dass die seit 2015 eingeführten temporären Kontrollen zunehmend dauerhaft werden.
Air Canada App ermöglicht jetzt die Anmeldung für biometrische Boarding-Gates am Toronto Pearson Flughafen
Ab dieser Woche können Air Canada-Kunden ihr Gesicht in der Airline-App vorregistrieren und an den neuen biometrischen E-Gates am Toronto Pearson Flughafen nutzen, wodurch die Dokumentenkontrolle beim Boarding entfällt. Das freiwillige Pilotprojekt soll den Passagierfluss beschleunigen und könnte zum Standard werden, da Pearson sich auf ein deutliches Passagierwachstum vorbereitet.
Brasiliens Oberster Gerichtshof entscheidet: Gerichte können in humanitären Familienzusammenführungsfällen auf Visa verzichten
Am 17. September 2026 bestätigte der Oberste Bundesgerichtshof, dass brasilianische Richter in außergewöhnlichen humanitären Fällen der Familienzusammenführung auf die Visumspflicht verzichten können. Dieses Präzedenzurteil ermöglicht es ausländischen Angehörigen, die unsicheren Bedingungen oder langwierigen konsularischen Verzögerungen ausgesetzt sind, vor Ausstellung eines Visums nach Brasilien einzureisen, sofern strenge Nachweiskriterien erfüllt sind. Unternehmen können sich auf diese Entscheidung berufen, um Unterbrechungen bei Entsendungen zu vermeiden, müssen jedoch die Registrierung nach der Ankunft innerhalb von 90 Tagen abschließen.
Das Schweizer Nationalrat stimmt für strengere Asyl- und Abschieberegeln
Am 17. September 2026 hat der Schweizer Nationalrat neun Vorstöße zur Verschärfung der Asylpolitik angenommen. Dazu gehören der Entzug der Schweizer Staatsbürgerschaft und die Ausweisung von Doppelbürgern bei schweren Straftaten, Sanktionen gegen nicht kooperative Herkunftsländer sowie die Herabstufung afghanischer Frauen von einem automatischen Asylstatus auf eine vorläufige Aufnahme. Das Paket wird nun dem Ständerat vorgelegt. Bei Verabschiedung würden die Maßnahmen die Schweizer Asylpolitik verschärfen, den Rückkehrdruck erhöhen und neue Herausforderungen für Arbeitgeber im Umgang mit internationalen Mitarbeitenden schaffen.
Tajani verteidigt verlängerte Schengen-Aussetzung mit Spanien aus Sicherheitsgründen
Außenminister Antonio Tajani bestätigte am 17. September, dass Italiens Aussetzung der Schengen-Freizügigkeitsregeln für Passagiere aus Spanien mindestens bis zum 1. Oktober in Kraft bleibt. Unter Berufung auf Terrorismus- und irreguläre Migrationsrisiken erklärte Tajani, dass diese Maßnahme ähnlich wie bei anderen EU-Staaten gehandhabt wird. Reisende auf Strecken zwischen Spanien und Italien müssen mit Personenkontrollen und möglichen Verzögerungen rechnen.
Regierung legt Gesetzesentwurf zur Verschärfung der Aufenthaltsgenehmigungen für Nicht-EU-Studierende und Forschende vor
Der Gesetzentwurf HE 161/2026, der am 16. September dem Parlament vorgelegt wurde, sieht vor, die Einkommensgrenzen für finanzielle Unterstützung anzuheben, Sprachkenntnis- und Familiennachzugsbeschränkungen einzuführen sowie die Aufenthaltsregeln nach dem Studium für Studierende, Forschende, Praktikanten und Freiwillige aus Drittstaaten zu verschärfen. Die Reform wird als Maßnahme zur Sicherung der Eigenständigkeit dargestellt, könnte jedoch die Bearbeitungszeiten verlängern und die Kosten für finnische Universitäten sowie Arbeitgeber im Bereich Forschung und Entwicklung erhöhen.
Belgien bestätigt teilweise Aussetzung des EU-Ein- und Ausreisesystems an wichtigen Grenzübergängen
Ein Update des Innenministeriums bestätigt, dass Belgien das EU-Ein- und Ausreisesystem trotz einer EU-Frist für eine vollständige Abdeckung weiterhin nur sporadisch an einigen Flughäfen, Seehäfen und Bahnübergängen einsetzt. Die Lücken könnten die Berechnung von Überziehungszeiten erschweren und den Start der damit verbundenen ETIAS-Reisegenehmigung verzögern. Arbeitgeber sind daher angehalten, Reisende entsprechend zu informieren und zusätzliche Nachweise über deren Bewegungen aufzubewahren.
Die Kritik wächst an Deutschlands anhaltendem Einfrieren der Familienzusammenführung für subsidiär Schutzberechtigte
Die Tagesschau berichtet, dass das Einreiseverbot für Familiennachzug von subsidiär Schutzberechtigten in Deutschland zunehmend auf Widerstand bei Migrationsforschern und Abgeordneten der Regierungsparteien stößt. Kritiker bemängeln, dass das Verbot legale Migrationswege blockiert und die Integration erschwert, während Konservative auf die begrenzten Ressourcen verweisen. Das Ergebnis wird entscheidend dafür sein, wie gut Arbeitgeber geschützte Fachkräfte halten können, die ihre Familien nachholen möchten.
Finnische Sicherheitskräfte führen Live-Übung zur Schiffsübernahme durch angesichts wachsender Sabotageängste durch
Bei einer hochkarätigen Übung am 17. September haben finnische Küstenwache, Polizei und Militär im Finnischen Meerbusen ein Schiff geentert und durchsucht, um den schnellen Einsatz bei Unterwassersabotage zu trainieren. Die Übung zeigt Finnlands erhöhte Wachsamkeit nach jüngsten Kabelvorfällen und deutet auf neue gesetzliche Befugnisse der Grenzschutzbehörde hin, verdächtige Schiffe und Unterwasserdrohnen zu stoppen.
Grenzkontrollen sorgen für neue Verzögerungen bei Eurostar am Pariser Gare du Nord
Eurostar strich am 17. September vier Züge und verspätete mehrere weitere, nachdem die EU-Grenzkontrollen am Pariser Gare du Nord zu langen Warteschlangen führten. Der Vorfall, der mit dem neuen biometrischen Ein- und Ausreisesystem zusammenhängt, zeigt die anhaltenden Schwachstellen auf der Strecke Paris–London und führt zu Forderungen nach größeren Zeitpuffern bei Geschäftsreisen.
Abgeordnete: Ausbau von Heathrow „unvereinbar“ mit den Klimazielen Großbritanniens – Auswirkungen auf die Mobilität
Der Umweltausschuss des Parlaments erklärt, dass eine Erweiterung des Flughafens Heathrow unter den derzeitigen Klimaschutzvorgaben nicht zu rechtfertigen ist, was die seit Langem geplante dritte Startbahn erneut infrage stellt. Ohne zusätzliche Kapazitäten könnten Fluggesellschaften die Slots straffen und die Kosten steigen, weshalb Arbeitgeber ihre mittelfristigen Reisekonzepte überdenken und von ihren Zulieferern glaubwürdige Emissionsreduktionspläne einfordern sollten.
Rechtliche Grauzone: Pearsons Gesichtserkennungstore basieren auf 26 Jahre altem Datenschutzgesetz
Reporter heben hervor, dass die biometrischen Boarding-Gates am Flughafen Pearson noch unter dem veralteten Datenschutzgesetz von 2000 betrieben werden, ohne eine bundesweite Verpflichtung zur Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung. Diese Lücke wirft Fragen zur Einhaltung der Vorschriften und zum Vertrauen bei Fluggesellschaften und Arbeitgebern auf, die auf die neue Technologie setzen.
Kanadas mögliche „assoziierte Mitgliedschaft“ in der EU weckt Spekulationen über Mobilität
Die EU erwägt, Kanada den Status eines „assoziierten Mitglieds“ zu verleihen, was neue Möglichkeiten für Arbeits- und Studienmobilität eröffnen könnte. Ottawa zeigt sich interessiert, Washington ist hingegen zurückhaltend. Arbeitgeber sollten die Verhandlungen genau verfolgen, da sie potenziell bahnbrechende Vereinfachungen bei Visa mit sich bringen könnten.
EU gewährt der Schweiz vorübergehend Spielraum beim Ein- und Ausreisesystem zur Entlastung der Flughafenschlangen
Die Europäische Kommission hat dem Gesuch der Schweiz stattgegeben, eine Notfall-Ausnahmeregelung beizubehalten, die es Grenzbeamten erlaubt, die vollständige biometrische Erfassung im neuen Ein- und Ausreisesystem (EES) bei übermäßigen Warteschlangen vorübergehend auszusetzen. Die am 16. September 2026 bestätigte Ausnahme soll weitere Flugausfälle an Schweizer Flughäfen verhindern, während zusätzliche automatische Grenzkontrollstellen und Personal installiert werden. Geschäftsreisende müssen sich jedoch weiterhin auf strengere EES-Kontrollen in anderen Schengen-Staaten einstellen, weshalb Unternehmen ihre Mitarbeitenden informieren und die Berechnung der Aufenthaltsdauer genau überwachen sollten.