
Pendler zwischen Frankreich und dem Kanton Genf wurden heute mit einer stark veränderten Karte der Grenzübergänge konfrontiert. Vom 12. bis 18. Juni sind 21 der 28 Zollstellen des Kantons geschlossen, während die geöffneten Posten – Anières, Moillesulaz, Thônex-Vallard, Bardonnex, Perly, Meyrin und Ferney-Voltaire – mit verstärkten Identitätskontrollen arbeiten. Die Behörden erklären, dass die Schließungen Polizeikräfte für den G7-Gipfel im benachbarten Évian freisetzen und einen kontrollierbaren Perimeter gegen mögliche Proteste schaffen. Die Auswirkungen sind sofort spürbar: Am Grenzübergang Bardonnex staute sich der Verkehr heute Morgen in der Hauptverkehrszeit auf drei Kilometer, und Fahrdienst-Apps erhöhten die Preise für grenzüberschreitende Fahrten um bis zu 50 Prozent. Grenzgänger – täglich über 95.000 Personen, die nach Genf pendeln – werden empfohlen, den Léman Express oder Park-and-Ride-Anlagen auf französischer Seite zu nutzen. Logistikunternehmen leiten zeitkritische Lieferungen über die Korridore Chavornay und Vallorbe um, was die Fahrzeit von Lyon nach Genf um etwa 40 Minuten verlängert. Für die Einreise in die Schweiz ist kein spezieller Fahrzeugaufkleber (Macaron) erforderlich, doch Inhaber von G7-Dienstabzeichen profitieren von reservierten Fahrspuren in Meyrin und Ferney-Voltaire. Unternehmen sollten ihre reisenden Mitarbeiter darauf hinweisen, Reisepässe mitzuführen, da die Beamten systematische Kontrollen anhand des SIS und nationaler Fahndungslisten durchführen und sich nicht allein auf EU-Ausweise verlassen.
Quelle: Léman Bleu
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