
Etihad Airways und die deutsche Freizeitfluggesellschaft Condor haben am 11. Juni eine erweiterte Partnerschaft vereinbart. Ab Oktober wird Condor tägliche Flüge mit dem A330-neo von Bangkok nach Abu Dhabi anbieten, nach dem Start der Strecke Frankfurt im Mai und dem geplanten Beginn in Berlin am 15. Juni. Etihad wird auf allen Flügen Codesharing betreiben und die Vielfliegerprogramme über das gesamte Condor-Netzwerk gegenseitig anerkennen. Die Zusammenarbeit stärkt die Anbindung Abu Dhabis sowohl an Südostasien als auch an sekundäre deutsche Städte, unterstützt Etihads Langstreckenverbindungen und eröffnet Condor Zugang zu Märkten im Golf und im Indischen Ozean. Experten sehen in dem Deal eine kapitaleffiziente Möglichkeit für Etihad, seine Präsenz im preissensiblen Freizeitsegment auszubauen, ohne eigene Flugzeuge einzusetzen. Für Unternehmen mit Sitz in den VAE bieten die zusätzlichen Frequenzen neue Direktverbindungen in deutsche Bundesländer und verbessern die Sitzplatzverfügbarkeit während der Herbst-Messezeit. Gleichzeitig können thailändische KMU den neuen Bangkok-Flug für schnellere Fracht- und Passagierverbindungen in den Nahen Osten und nach Europa nutzen. Das Codesharing spiegelt einen größeren Trend wider, bei dem GCC-Fluggesellschaften mit europäischen Freizeitairlines kooperieren, um ihre Zubringer jenseits traditioneller Flag-Carrier-Allianzen zu diversifizieren. Mobilitätsmanager sollten die Preisentwicklung im Auge behalten, da die Kapazitäten steigen und die Integration der Treueprogramme voranschreitet.
Quelle: CAPA – Centre for Aviation
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