
Ljubljana hat eine weitere sechsmonatige Verlängerung der vorübergehenden Schengen-Grenzkontrollen zu Kroatien und Ungarn beschlossen, die vom 22. Juni bis zum 18. Dezember 2026 gilt. Obwohl die Maßnahme vor allem auf die Balkan-Migrationsroute abzielt, betrifft sie indirekt auch Österreich: Der Güter- und Personenverkehr von Zagreb und Budapest nach Wien muss nun innerhalb von 400 km zwei Kontrollstationen passieren, was Reisezeiten und Logistikkosten erhöht. Slowenische Behörden begründen dies mit Sicherheitsbedrohungen und unkoordinierten Asylregelungen in den Nachbarstaaten – eine indirekte Anspielung auf Ungarns Ausstieg aus dem EU-Migrationspakt. Österreich selbst führt bis zum 15. Juni noch Grenzkontrollen an der slowenischen Grenze durch, hat aber noch nicht bekannt gegeben, ob eine weitere Verlängerung geplant ist. Spediteure, die den Karawankentunnel nutzen, berichten von durchschnittlichen Verzögerungen von 40 Minuten, was Just-in-Time-Lieferketten für Automobilwerke in der Steiermark beeinträchtigen könnte. Geschäftsreisende werden von Beratern empfohlen, für die ÖBB-Verbindungen Ljubljana–Wien mehr Zeit für die Ausweiskontrolle einzuplanen, da stichprobenartige Kontrollen durch die österreichische Polizei bereits üblich sind. Brüssel warnt, dass wiederholte Verlängerungen die Schengen-Zone zersplittern könnten; solange der Migrationsdruck entlang des Westbalkan-Korridors anhält, sollten Unternehmen jedoch mit anhaltender Unvorhersehbarkeit bei grenzüberschreitenden Bewegungen durch Slowenien und Österreich rechnen.
Quelle: Mr East
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