
SIZILIEN – Grenzschutzbeamte auf Lampedusa nahmen am 13. Juni zwei tunesische Staatsangehörige fest, die trotz Wiedereinreiseverboten nur wenige Wochen nach ihrer Abschiebung erneut eingereist waren. Die Männer waren heimlich unter 24 Migranten gelandet, die drei Tage zuvor gerettet worden waren, wurden jedoch enttarnt, als Fingerabdruck-Scans mit früheren Ausweisungen aus Rom und Imperia übereinstimmten. Nach Artikel 13-13 des italienischen Einwanderungsgesetzes drohen bei Wiedereinreise während eines aktiven Verbots bis zu vier Jahre Haft. Die Verdächtigen werden in beschleunigten Verfahren in Agrigent angehört, was die Absicht der Regierung unterstreicht, Wiederholungstäter strafrechtlich zu verfolgen, statt neue Abschiebebescheide zu erlassen. Für Fachkräfte im Mobilitätsbereich verdeutlicht der Fall die verschärfte biometrische Kontrolle Italiens auf der zentralen Mittelmeerroute. Die Erkennungszeiten bei Wiederholungseinreisen haben sich seit April verkürzt, als die nationale AFIS-Datenbank in Echtzeit mit Eurodac verbunden wurde. Personalabteilungen, die Saisonarbeiter aus Risikoregionen betreuen, müssen daher sicherstellen, dass ehemalige Beschäftigte Italien termingerecht verlassen, um künftige Zulassungsprobleme zu vermeiden. Die Festnahmen befeuern zudem die innenpolitische Debatte für strengere Offshore-Verfahren – ein Thema, das bei der Parlamentsdebatte zur „Remigration“-Petition voraussichtlich wieder aufkommt. Beobachter erwarten im Finanzgesetz 2027 höhere Mittel für Haftplätze, um das verschärfte Vollzugsregime zu finanzieren.
Quelle: La Sicilia
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