
Brasilianische Unternehmen, die kurzfristig in die USA reisen wollen, stehen bald vor einer neuen Entscheidung: eine Gebühr zahlen oder in der Warteschlange ausharren. Am 13. Juni 2026 veröffentlichte das US-Außenministerium eine vorläufige Regelung für ein sechsmonatiges Pilotprojekt, das Antragstellern für das B1/B2 Geschäfts- und Touristenvisum ermöglicht, gegen eine Zusatzgebühr von 750 US-Dollar neben der regulären Gebühr von 185 US-Dollar einen beschleunigten Interviewtermin zu buchen. Das Programm läuft vom 1. Juli bis zum 31. Dezember an einer begrenzten Anzahl noch nicht benannter Konsulate.
Im Rahmen des Pilotprojekts können Reisende, die bereits das DS-160-Formular ausgefüllt und die Grundgebühr bezahlt haben, je nach Verfügbarkeit einen Termin innerhalb von zehn Werktagen buchen. Das Außenministerium schätzt, etwa 25.000 solcher Anfragen bearbeiten zu können und wird die Nachfrage analysieren, bevor es 2027 über eine Ausweitung oder Anpassung des Angebots entscheidet.
Für Mobility-Manager in Brasilien kommt die Neuerung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Wartezeiten bei den US-Konsulaten in São Paulo und Rio de Janeiro liegen laut den jüngsten Regierungsdaten weiterhin bei über fünf Monaten, was viele Führungskräfte dazu zwingt, Termine über Mexiko-Stadt oder Bogotá zu organisieren. Der Premium-Service bietet eine wichtige Option für dringende Vorstandssitzungen, Fachmessen und die letzten Wochen der brasilianischen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft, treibt die Gesamtkosten für ein Touristen- oder Geschäftsvisum jedoch auf fast 1.000 US-Dollar – ohne die oft zusätzlich anfallende Gegenseitigkeitsgebühr, die viele Staatsbürger anderer Länder zahlen müssen.
Die Reaktionen der brasilianischen Reisebranche fallen gemischt aus. Der Brasilianische Verband der Reisebüros (ABAV) begrüßte „jede Initiative, die die Unsicherheit für Kunden verringert“, warnte jedoch davor, dass ein Bezahlmodell zum Überspringen der Warteschlange große Unternehmen gegenüber KMU und Freizeitreisenden bevorzugen könnte. Personalverantwortliche zweier multinationaler Unternehmen in São Paulo erklärten gegenüber Global Mobility News, dass sie den Service für wichtige Reisen testen, aber weiterhin bei Washington auf eine dauerhafte Aufstockung des Konsulatspersonals drängen werden.
Praktisch sollten Mobility-Teams ihre Kostenkalkulationen aktualisieren, Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die Zahlung der Zusatzgebühr keine Visumsgarantie darstellt, und die Website travel.state.gov im Auge behalten, um die Liste der teilnehmenden Konsulate noch in diesem Monat zu erfahren. Arbeitgeber sollten zudem beachten, dass Anträge auf beschleunigte Bearbeitung aus humanitären oder nationalen Interessen weiterhin kostenfrei bleiben und somit eine Alternative für wirklich dringende Fälle bieten.
Im Rahmen des Pilotprojekts können Reisende, die bereits das DS-160-Formular ausgefüllt und die Grundgebühr bezahlt haben, je nach Verfügbarkeit einen Termin innerhalb von zehn Werktagen buchen. Das Außenministerium schätzt, etwa 25.000 solcher Anfragen bearbeiten zu können und wird die Nachfrage analysieren, bevor es 2027 über eine Ausweitung oder Anpassung des Angebots entscheidet.
Für Mobility-Manager in Brasilien kommt die Neuerung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Wartezeiten bei den US-Konsulaten in São Paulo und Rio de Janeiro liegen laut den jüngsten Regierungsdaten weiterhin bei über fünf Monaten, was viele Führungskräfte dazu zwingt, Termine über Mexiko-Stadt oder Bogotá zu organisieren. Der Premium-Service bietet eine wichtige Option für dringende Vorstandssitzungen, Fachmessen und die letzten Wochen der brasilianischen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft, treibt die Gesamtkosten für ein Touristen- oder Geschäftsvisum jedoch auf fast 1.000 US-Dollar – ohne die oft zusätzlich anfallende Gegenseitigkeitsgebühr, die viele Staatsbürger anderer Länder zahlen müssen.
Die Reaktionen der brasilianischen Reisebranche fallen gemischt aus. Der Brasilianische Verband der Reisebüros (ABAV) begrüßte „jede Initiative, die die Unsicherheit für Kunden verringert“, warnte jedoch davor, dass ein Bezahlmodell zum Überspringen der Warteschlange große Unternehmen gegenüber KMU und Freizeitreisenden bevorzugen könnte. Personalverantwortliche zweier multinationaler Unternehmen in São Paulo erklärten gegenüber Global Mobility News, dass sie den Service für wichtige Reisen testen, aber weiterhin bei Washington auf eine dauerhafte Aufstockung des Konsulatspersonals drängen werden.
Praktisch sollten Mobility-Teams ihre Kostenkalkulationen aktualisieren, Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die Zahlung der Zusatzgebühr keine Visumsgarantie darstellt, und die Website travel.state.gov im Auge behalten, um die Liste der teilnehmenden Konsulate noch in diesem Monat zu erfahren. Arbeitgeber sollten zudem beachten, dass Anträge auf beschleunigte Bearbeitung aus humanitären oder nationalen Interessen weiterhin kostenfrei bleiben und somit eine Alternative für wirklich dringende Fälle bieten.
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