
In einem Schritt mit weitreichenden Folgen für die Mobilität hat die US-Regierung am Montagnachmittag (1. Juni, 16:24 Uhr Brasília-Zeit) offiziell die beiden größten kriminellen Organisationen Brasiliens – Primeiro Comando da Capital (PCC) und Comando Vermelho (CV) – in die Liste der ausländischen Terrororganisationen (Foreign Terrorist Organisation, FTO) gemäß Abschnitt 219 des Immigration and Nationality Act aufgenommen. Die Einstufungen treten am 5. Juni rechtlich in Kraft und erlauben dem Außenministerium sowie dem Heimatschutzministerium, in den USA befindliche Vermögenswerte einzufrieren und Visa von Personen, die als Unterstützer der Gruppen gelten, zu verweigern oder zu widerrufen.
Während die Mehrheit der brasilianischen Staatsbürger keine Veränderungen spüren wird, warnen Mobilitätsanwälte davor, dass Personen, die von US-Konsulatsystemen aufgrund auch nur peripherer Verbindungen – etwa familiärer Beziehungen, früherer Wohnorte oder Social-Media-Kontakte – markiert werden, mit zusätzlichen Kontrollen, Verzögerungen bei Nachweisanforderungen oder sogar Visaablehnungen rechnen müssen. Unternehmen mit vielen Subunternehmern im Logistik- oder Baugewerbe in São Paulo, Rio de Janeiro und dem Centro-Oeste sollten längere Bearbeitungszeiten für L-1-, H-1B- und B-1/B-2-Visa einplanen, da Algorithmen die Risikoprofile neu bewerten.
Die brasilianische Regierung kritisierte die Entscheidung öffentlich als Verletzung der Souveränität, die die laufende polizeiliche Zusammenarbeit behindern könnte. Hinter den Kulissen bemüht sich Brasília jedoch intensiv darum, Mitarbeiter in sensiblen Lieferketten – insbesondere in der Hafen- und Agrarsicherheit – zu identifizieren, deren US-Reisen gefährdet sein könnten. Experten weisen zudem darauf hin, dass die Terrorismus-Einstufung sekundäre Sanktionen des Finanzministeriums auslöst, was bedeutet, dass US-Banken Transaktionen blockieren müssen, selbst wenn die Beteiligten nur indirekt mit PCC oder CV verbunden sind. Multinationale Unternehmen könnten daher bei der Erstattung von Lieferantenrechnungen oder der Zahlung von Tagesgeldern an reisende Techniker auf KYC-Warnungen stoßen.
Praktische Empfehlungen: Überprüfen Sie die Reiselisten auf Mitarbeiter, die in von PCC/CV kontrollierten Gebieten wohnen; planen Sie zwei zusätzliche Wochen für Visa-Termine ein; und informieren Sie brasilianische Passinhaber, die über die USA nach Kanada oder Mexiko reisen, dass ESTA- oder C1/D-Crew-Visa hinterfragt werden könnten. Ähnliche Einstufungen mexikanischer Kartelle im Jahr 2024 führten zunächst zu einem Anstieg von Visaablehnungen, bevor sich die Systeme nach sechs Monaten stabilisierten – Personal- und Global-Mobility-Teams sollten mit einer vergleichbaren Eingewöhnungsphase rechnen.
Während die Mehrheit der brasilianischen Staatsbürger keine Veränderungen spüren wird, warnen Mobilitätsanwälte davor, dass Personen, die von US-Konsulatsystemen aufgrund auch nur peripherer Verbindungen – etwa familiärer Beziehungen, früherer Wohnorte oder Social-Media-Kontakte – markiert werden, mit zusätzlichen Kontrollen, Verzögerungen bei Nachweisanforderungen oder sogar Visaablehnungen rechnen müssen. Unternehmen mit vielen Subunternehmern im Logistik- oder Baugewerbe in São Paulo, Rio de Janeiro und dem Centro-Oeste sollten längere Bearbeitungszeiten für L-1-, H-1B- und B-1/B-2-Visa einplanen, da Algorithmen die Risikoprofile neu bewerten.
Die brasilianische Regierung kritisierte die Entscheidung öffentlich als Verletzung der Souveränität, die die laufende polizeiliche Zusammenarbeit behindern könnte. Hinter den Kulissen bemüht sich Brasília jedoch intensiv darum, Mitarbeiter in sensiblen Lieferketten – insbesondere in der Hafen- und Agrarsicherheit – zu identifizieren, deren US-Reisen gefährdet sein könnten. Experten weisen zudem darauf hin, dass die Terrorismus-Einstufung sekundäre Sanktionen des Finanzministeriums auslöst, was bedeutet, dass US-Banken Transaktionen blockieren müssen, selbst wenn die Beteiligten nur indirekt mit PCC oder CV verbunden sind. Multinationale Unternehmen könnten daher bei der Erstattung von Lieferantenrechnungen oder der Zahlung von Tagesgeldern an reisende Techniker auf KYC-Warnungen stoßen.
Praktische Empfehlungen: Überprüfen Sie die Reiselisten auf Mitarbeiter, die in von PCC/CV kontrollierten Gebieten wohnen; planen Sie zwei zusätzliche Wochen für Visa-Termine ein; und informieren Sie brasilianische Passinhaber, die über die USA nach Kanada oder Mexiko reisen, dass ESTA- oder C1/D-Crew-Visa hinterfragt werden könnten. Ähnliche Einstufungen mexikanischer Kartelle im Jahr 2024 führten zunächst zu einem Anstieg von Visaablehnungen, bevor sich die Systeme nach sechs Monaten stabilisierten – Personal- und Global-Mobility-Teams sollten mit einer vergleichbaren Eingewöhnungsphase rechnen.
Quelle: Agência Brasil
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