
Österreich hat beschlossen, seine vorübergehenden Kontrollen an den Landgrenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien bis Mitte September fortzusetzen. Dieses Kontrollregime wird seit 2015 vierteljährlich verlängert. Innenminister Gerhard Karner kündigte am Sonntagmorgen die neue dreimonatige Verlängerung an und betonte, dass strengere Kontrollen trotz der jüngsten Aufforderung der Europäischen Union zur Abschaffung der internen Schengen-Grenzkontrollen weiterhin notwendig seien.
Karner erklärte, die Polizei werde von festen Kontrollstellen auf „flächendeckende, flexible und informationsgesteuerte Streifen“ umstellen, um Schmuggler zu erwischen, ohne Pendler und den Güterverkehr unnötig zu verzögern. Für tschechische Unternehmen bedeutet dies, dass Lkw, Busse und Firmenwagen auf dem Weg nach Österreich erneut mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen müssen, was die Reisezeiten verlängert. Wirtschaftsverbände warnen, dass selbst kurze Verzögerungen Just-in-Time-Lieferketten zwischen den Industriezentren rund um Brünn und Linz stören können. Das Logistikunternehmen DB Schenker teilte dem tschechischen Fernsehen mit, dass es seine Fahrer angewiesen habe, auf südlichen Routen 45 Minuten Pufferzeit einzuplanen, „bis sich die Lage normalisiert“.
Die Verlängerung fällt zudem mit der Einführung des neuen EU-Migrations- und Asylpakts zusammen, der am 12. Juni in Kraft trat. Brüssel fordert, dass die Mitgliedstaaten künftig auf risikobasierte Stichprobenkontrollen und engere Polizeizusammenarbeit setzen sollten, statt systematischer Grenzkontrollen. Wien argumentiert hingegen, dass die Zahl der irregulären Grenzübertritte auf der sogenannten Westbalkan-Route weiterhin zu hoch sei und „die Außengrenzen zuerst dicht sein müssen“.
Tschechien bedauert die Entscheidung offiziell, zeigt aber Verständnis für die österreichischen Sicherheitsbedenken. Das Innenministerium betonte, dass tschechische Staatsbürger und Einwohner weiterhin überall entlang der grünen Grenze passieren können, rät Reisenden jedoch, Ausweispapiere mitzuführen und besonders zu Stoßzeiten mehr Zeit einzuplanen. Bahnreisende auf der beliebten Strecke Prag–Wien müssen voraussichtlich nicht mit Kontrollen im Zug rechnen, stichprobenartige Überprüfungen an der ersten österreichischen Station (Gmünd oder Břeclav) sind jedoch möglich.
Praktischer Tipp für entsandte Mitarbeiter: Arbeitgeber sollten ihre Reiserichtlinien anpassen, um die Möglichkeit von Identitätskontrollen vor Ort zu berücksichtigen. Nicht-EU-Entsandte mit tschechischer Aufenthaltserlaubnis sollten die Plastikkarte (biometrische Aufenthaltserlaubnis) stets mitführen und nicht nur eine Kopie. Personalabteilungen könnten zudem Grenzübertritte von entsandten Mitarbeitern dokumentieren, um Arbeitszeitnachweise zu sichern, da Verzögerungen durch Grenzkontrollen die maximal zulässigen Fahrzeiten für Fahrer beeinflussen können.
Karner erklärte, die Polizei werde von festen Kontrollstellen auf „flächendeckende, flexible und informationsgesteuerte Streifen“ umstellen, um Schmuggler zu erwischen, ohne Pendler und den Güterverkehr unnötig zu verzögern. Für tschechische Unternehmen bedeutet dies, dass Lkw, Busse und Firmenwagen auf dem Weg nach Österreich erneut mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen müssen, was die Reisezeiten verlängert. Wirtschaftsverbände warnen, dass selbst kurze Verzögerungen Just-in-Time-Lieferketten zwischen den Industriezentren rund um Brünn und Linz stören können. Das Logistikunternehmen DB Schenker teilte dem tschechischen Fernsehen mit, dass es seine Fahrer angewiesen habe, auf südlichen Routen 45 Minuten Pufferzeit einzuplanen, „bis sich die Lage normalisiert“.
Die Verlängerung fällt zudem mit der Einführung des neuen EU-Migrations- und Asylpakts zusammen, der am 12. Juni in Kraft trat. Brüssel fordert, dass die Mitgliedstaaten künftig auf risikobasierte Stichprobenkontrollen und engere Polizeizusammenarbeit setzen sollten, statt systematischer Grenzkontrollen. Wien argumentiert hingegen, dass die Zahl der irregulären Grenzübertritte auf der sogenannten Westbalkan-Route weiterhin zu hoch sei und „die Außengrenzen zuerst dicht sein müssen“.
Tschechien bedauert die Entscheidung offiziell, zeigt aber Verständnis für die österreichischen Sicherheitsbedenken. Das Innenministerium betonte, dass tschechische Staatsbürger und Einwohner weiterhin überall entlang der grünen Grenze passieren können, rät Reisenden jedoch, Ausweispapiere mitzuführen und besonders zu Stoßzeiten mehr Zeit einzuplanen. Bahnreisende auf der beliebten Strecke Prag–Wien müssen voraussichtlich nicht mit Kontrollen im Zug rechnen, stichprobenartige Überprüfungen an der ersten österreichischen Station (Gmünd oder Břeclav) sind jedoch möglich.
Praktischer Tipp für entsandte Mitarbeiter: Arbeitgeber sollten ihre Reiserichtlinien anpassen, um die Möglichkeit von Identitätskontrollen vor Ort zu berücksichtigen. Nicht-EU-Entsandte mit tschechischer Aufenthaltserlaubnis sollten die Plastikkarte (biometrische Aufenthaltserlaubnis) stets mitführen und nicht nur eine Kopie. Personalabteilungen könnten zudem Grenzübertritte von entsandten Mitarbeitern dokumentieren, um Arbeitszeitnachweise zu sichern, da Verzögerungen durch Grenzkontrollen die maximal zulässigen Fahrzeiten für Fahrer beeinflussen können.
Quelle: 24 Chasa / České Noviny