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Behördliche Engpässe gefährden Spaniens Massen-Regularisierung, während die Frist am 30. Juni näher rückt

Juni 15, 2026
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Behördliche Engpässe gefährden Spaniens Massen-Regularisierung, während die Frist am 30. Juni näher rückt
Das außergewöhnliche Legalisierungsprogramm Spaniens – im April gestartet, um schätzungsweise 500.000 undokumentierten Migranten Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse zu gewähren – geht in seine letzte zwei Wochen und sieht sich zunehmenden bürokratischen Hürden gegenüber. NGOs berichten von Terminrückständen von bis zu sechs Wochen in den Ausländerbehörden, knappen Kapazitäten für biometrische Erfassungen und langsamen Reaktionen der Konsulate bei der Legalisierung ausländischer Polizeilichter. Die Interessenvertretung Regularización Ya reichte gestern im Parlament einen unverbindlichen Antrag ein, der eine Fristverlängerung über den 30. Juni hinaus sowie einen Abschiebestopp für laufende Anträge fordert. Auch der Ombudsmann unterstützt diese Forderung und spricht von „institutionellem Rassismus“ bei selektiven Kontrollen und beschleunigten Abschiebungen. Der hochkarätige Besuch von Papst Leo XIV. auf den Kanarischen Inseln hat die Debatte zusätzlich befeuert. Am Hafen von Arguineguín – dem Brennpunkt der atlantischen Migrantenankünfte – appellierte der Papst an „sichere, legale Wege“ und gegenseitige Integration. Die Regierung sieht in seinen Worten eine Bestätigung ihrer Politik, räumt jedoch Personalengpässe ein. Für Unternehmen, die langjährig irregulär Beschäftigte (etwa Haushaltshilfen oder Bauarbeiter) beschäftigen, bietet das Programm die letzte Chance, Lohnabrechnungen ohne Strafen zu legalisieren. Personalabteilungen sollten diese Woche alle erforderlichen Unterlagen – Nachweise über durchgehenden Aufenthalt, Arbeitsverträge oder Bescheinigungen sozialer Dienste – einreichen und Dienstleister drängen, Fingerabdrucktermine zu sichern. Wird die Frist verpasst, müssen Betroffene auf das langsamere Arraigo-Verfahren zurückgreifen, das bis zu drei Jahre dauern kann.
Quelle: Infobae España

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