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EU-Migrationspakt tritt in Kraft, doch Spanien verschiebt nationale Umsetzung

Juni 14, 2026
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EU-Migrationspakt tritt in Kraft, doch Spanien verschiebt nationale Umsetzung
Spanien erwachte am 13. Juni mit dem formellen Start des neuen Migrations- und Asylpakts der Europäischen Union, einer umfassenden Reform, die die Kontrollen an den Außengrenzen verschärft, Asylverfahren beschleunigt und die Mitgliedstaaten zur gemeinsamen Verantwortung für irreguläre Ankünfte verpflichtet. Brüssel erwartet, dass alle 27 Hauptstädte das Paket zügig umsetzen, doch Madrid hat um „technische Zeit“ gebeten, bevor es seine eigene Einwanderungsverordnung (Real Decreto 557/2011) und die Grenzmanagementprotokolle anpasst. Regierungsquellen nennen das laufende außergewöhnliche Regularisierungsprogramm, das am 30. Juni endet, als Hauptgrund für die Verzögerung: Die Ministerien befürchten, dass sich überschneidende Regelungen die ohnehin stark belasteten Einwanderungsbehörden Spaniens lähmen könnten. Fachanwälte für Unternehmensmigration warnen, dass die Verzögerung Unternehmen, die nicht-EU-Fachkräfte beschäftigen, in eine „Grauzone“ bringt, da Schnellverfahren zur Rückführung und neue biometrische Anforderungen an Schengen-Flughäfen auch dann gelten könnten, wenn Spaniens nationale Regeln noch nicht angepasst sind. Auch Luft- und Seeverkehrsunternehmen sind verunsichert. Fluggesellschaften müssen nun Vorausreisedaten übermitteln, die in die neue EU-Screening-Verordnung einfließen; Verstöße können hohe Bußgelder nach sich ziehen. Aena, Spaniens Flughafenbetreiber, erklärt, dass in Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat mindestens 200 zusätzliche Grenzpolizeikabinen benötigt werden, um die Wartezeiten in der Hochsaison Juli-August unter einer Stunde zu halten. Für Arbeitgeber lautet der praktische Rat, genau zu prüfen, ob entsandte Mitarbeiter und Beauftragte einen Wohnsitznachweis oder ein Mehrfacheinreisevisum vorweisen können: Nach den neuen Vorabkontrollen des Pakts könnten Personen ohne entsprechende Dokumente in Schnellverfahren abgelehnt oder in Gewahrsam genommen werden. Teams für globale Mobilität sollten zudem beobachten, ob Spanien sein humanitäres Aufenthaltserlaubnissystem an die strengeren EU-Rückkehrfristen anpasst; venezolanische Entsandte, die größte Gruppe mit solchen Erlaubnissen, könnten besonders betroffen sein. Mittelfristig könnte Spaniens Zögern ihm in Brüssel Verhandlungsspielraum verschaffen, um mehr Mittel für die Grenzüberwachung auf den Kanarischen Inseln zu erhalten, doch Unternehmen sollten nicht davon ausgehen, dass die aktuellen Praktiken dauerhaft bleiben. Das Innenministerium hat zugesagt, die Entwürfe zur Umsetzung „vor Ende des Sommers“ zu veröffentlichen, was weitere Anpassungen der Compliance im dritten Quartal 2026 nahezu sicher macht.
Quelle: Qué! Diario

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