
Am Freitag, den 12. Juni, wurden an wichtigen europäischen Drehkreuzen wie London Heathrow, Amsterdam Schiphol und Paris Charles de Gaulle mehr als 1.200 Flugverspätungen und 73 Flugausfälle verzeichnet – ein Warnsignal für Reisende von und nach Spanien zum Beginn der Hauptreisezeit. Da Flugzeuge und Besatzungen auf mehreren Strecken eingesetzt werden, wirken sich Störungen in Nordeuropa schnell auf Verbindungen nach Málaga, Alicante, Palma und Madrid aus. Das aktuelle Sommer-Briefing von EUROCONTROL nennt die Kontrollzentren in Barcelona, Sevilla und Madrid als besonders ausgelastete Engpässe im Netzwerk, was die Anfälligkeit spanischer Flugpläne bei Verzögerungen an anderen Standorten unterstreicht. Laut Aena-Daten wurden im April 28,3 Millionen Passagiere an spanischen Flughäfen abgefertigt – ein Plus von 3,7 % im Jahresvergleich – was kaum Spielraum für Folgeverspätungen lässt. Reiseexperten empfehlen daher Geschäftsreisenden, für Abflüge nach Großbritannien mindestens drei Stunden einzuplanen und Pufferzeiten für verpasste Bahn- oder Mietwagenanschlüsse einzuplanen. Nach EU261-Regeln sind Fluggesellschaften auch bei langen Verspätungen für Verpflegung und Unterkunft verantwortlich, selbst wenn die Ursache in der Kapazität der Flugsicherung an einem anderen Flughafen liegt – eine finanzielle Entschädigung ist jedoch nicht immer garantiert. Mobilitätsmanager sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, Bordkarten, Benachrichtigungen und Belege aufzubewahren, um spätere Ansprüche zu erleichtern.
Quelle: Euro Weekly News