
Der Staatsrat von Genf veröffentlichte am 15. Juni ein Update, in dem er bestätigte, dass das am 13. Juni erlassene Verbot für Schwimmen und Freizeitschifffahrt im Hafen Choiseul während des G7-Gipfels vom 15. bis 17. Juni weiterhin gilt. Die Maßnahme soll eine Sicherheitszone entlang der Route des Konvois schaffen, der die Staats- und Regierungschefs vom Flughafen Genf nach Évian über Schweizer Gebiet bringt. Während der kommerzielle Schiffsverkehr unter besonderer Begleitung fortgesetzt wird, haben Freizeitveranstalter wie die touristischen Kreuzfahrten der CGN alle Abfahrten ab Versoix und Coppet abgesagt und bieten Gutscheine an, die bis 2027 gültig sind. Segelschulen schätzen ihre Einnahmeverluste über die drei Tage auf rund 450.000 CHF. Französische Veranstalter am gegenüberliegenden Ufer, darunter Spa-Hotels, die auf Boots-Transfers angewiesen sind, müssen VIP-Gäste nun über die stark befahrene Autobahn A40 mit dem Bus transportieren – eine Fahrt, die statt 20 nun 75 Minuten dauert. Der Kanton bestätigte zudem die Schließung des Parc des Bastions bis zum 18. Juni und erneuerte die Empfehlung, wo möglich Homeoffice zu ermöglichen. Eine Nachanalyse der wirtschaftlichen Auswirkungen des Verbots wird am 20. Juni gestartet, mit möglicher Entschädigung für betroffene Kleinunternehmen. Reisenden, die Aktivitäten am See planen, wird geraten, ihre Ausflüge zu verschieben oder auf andere Abfahrtsorte wie Nyon auszuweichen; Verstöße gegen die Sperrzone werden mit Bußgeldern zwischen 1.000 und 10.000 CHF geahndet.
Quelle: République et canton de Genève