
Indiens größte Fluggesellschaft IndiGo warnte am 15. Juni 2026 ihre Passagiere vor Kettenverspätungen nach einem plötzlichen Staubsturm und Gewitterzellen, die zu Bodenstopps am Indira Gandhi International Airport (DEL) führten. Das Netzwerk-Kontrollzentrum der Airline teilte mit, dass mehr als 60 Flüge – darunter lukrative Firmenverbindungen nach Mumbai, Hyderabad und Bengaluru – im Laufe des Tages mit fortlaufenden Umbuchungen rechnen müssen. Der Indische Wetterdienst setzte Delhi unter eine rote Wetterwarnung, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 92 km/h in Palam. Obwohl die drei Start- und Landebahnen Delhis technisch offen blieben, verlangten schlechte Sichtverhältnisse und Blitzschutzprotokolle größere Abstände zwischen den Flugzeugen, wodurch die Ankunftsrate von 45 auf nur noch 16 Bewegungen pro Stunde sank. IndiGo riet Reisenden, die mobile App zur Verfolgung der neuen Flugzeiten zu nutzen und bot kostenlose Umbuchungen innerhalb von drei Tagen an. Globale Mobilitätsmanager mit engen Anschlusszeiten – insbesondere bei Weiterflügen in die USA oder EU – sollten ihre Hotelbudgets für Notfälle überprüfen und bei anhaltenden Verzögerungen eine Umleitung über Mumbai oder Hyderabad in Betracht ziehen. Die Störung in Delhi verdeutlicht die wachsende Herausforderung der Klimaanpassung für Indiens Luftfahrtdrehkreuze. Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt hat die Airlines bereits aufgefordert, bis zum 30. Juni Pläne für den Monsunbetrieb vorzulegen, inklusive Pufferzeiten für das Personal und Ersatzflugzeuge. Vielflieger müssen sich möglicherweise auf längere Reisezeiten in den Buchungssystemen einstellen, da die Airlines die Wettervolatilität in die veröffentlichten Blockzeiten einrechnen. IndiGo rechnet damit, den Betrieb bis Dienstagmorgen zu normalisieren, warnt jedoch vor einer zweiten westlichen Wetterstörung, die später in der Woche weitere Gewitteraktivitäten auslösen könnte.
Quelle: The Daily Pioneer