
Thailand hat Indien offiziell von seiner Liste der 60-tägigen visafreien Einreise gestrichen und kehrt damit zum Visum-bei-Ankunft (VoA)-System vor 2024 für Inhaber indischer Pässe zurück. Ab dem 15. Juni 2026 müssen Inder, die an einem internationalen Flughafen Thailands landen, ein VoA für 2.000 Baht erwerben, das einen 30-tägigen Aufenthalt erlaubt. Alternativ bleibt ein elektronisches Visum, das im Voraus für 1.000 Baht gekauft werden kann. Das thailändische Kabinett erklärt, dass diese Maßnahme Teil einer umfassenden Reform ist, die 93 Länder betrifft und darauf abzielt, die Einwanderungskontrolle zu verschärfen, ohne den Tourismus zu beeinträchtigen. Indische Reiseveranstalter zeigen sich vorsichtig optimistisch. Die in Mumbai ansässige Agentur TravelButler sagte der Bangkok Post, dass die Nachfrage nach Thailand eher von günstigen Pauschalangeboten und Direktflügen abhängt als von der Art des Visums. Agenten erwarten nur geringe Beeinträchtigungen für Premium- und Individualreisende, warnen jedoch, dass Last-Minute-Gruppenreisen zu Stoßzeiten mit Warteschlangen an den Flughäfen rechnen müssen. Die thailändische Tourismusbehörde (TAT) hatte für 2026 ein Ziel von 2,55 Millionen indischen Ankünften gesetzt – etwa 10 % des gesamten Besucherziels. Beamte kündigen nun an, den Nationalen Visa-Politik-Ausschuss zu bitten, ein 15-tägiges visafreies Programm speziell für Indien zu prüfen, um dieses Ziel zu halten, was darauf hindeutet, dass die heutige Entscheidung noch angepasst werden könnte. Für indische Unternehmen, die Führungskräfte nach Bangkok, Phuket oder in die wachsenden Tagungs- und Incentive-Zentren in Chiang Mai entsenden, ist der sicherste Weg, das thailändische e-Visa-Portal zu nutzen. Geschäftsreisende sollten Pässe und Reisepläne mindestens drei Werktage vor Abflug hochladen, zwei Passfotos mitführen und die Gebühr von 2.000 Baht in bar oder per Kreditkarte als Reserve bereithalten. Reiseverantwortliche sollten zudem ihre Duty-of-Care-Hinweise aktualisieren, um mögliche Warteschlangen bei der Einreise im dritten Quartal zu berücksichtigen, während sich die Systeme einspielen. Mittelfristig unterstreicht Thailands Entscheidung einen regionalen Trend: Südostasiatische Regierungen verschärfen die während der Erholungsphase nach der Pandemie eingeführten visafreien Regelungen. Indische Unternehmen benötigen daher flexible Reisebestimmungen, die zwischen visafreier Einreise, VoA und e-Visa in der Region wechseln können.
Quelle: The Thaiger