
Während des Staatsbesuchs von Premierminister Narendra Modi in Bratislava am 15. Juni 2026 vereinbarten Indien und die Slowakei die Institutionalisierung regelmäßiger konsularischer Konsultationen, um den Anstieg von Studierenden, IT-Fachkräften und qualifizierten Arbeitskräften zwischen beiden Ländern besser zu steuern. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, dass dieser Mechanismus die Visaabwicklung, legale Migration und den Schutz der Staatsbürger vereinfachen wird. Begleitend zur Ankündigung unterzeichneten die Regierungen ein Memorandum of Understanding zur Arbeitsmigration, das den Weg für die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen, beschleunigte Arbeitserlaubnisse und ein bevorstehendes Sozialversicherungsabkommen ebnet. Der slowakische Premierminister Robert Fico bezeichnete das Abkommen als „Startbahn für indische Ingenieure ins Hightech-Zentrum Europas“. Der indische IT-BPM-Rat schätzt, dass die Automobil- und Halbleitercluster der Slowakei in den nächsten drei Jahren 8.000 Fachkräfte im Bereich Software und Datenanalyse benötigen werden. Ein abgestimmter Visakanal könnte die Bearbeitungszeiten von 12 auf vier Wochen verkürzen und die Compliance-Kosten für indische Outsourcing-Unternehmen, die sich in der Nähe von Bratislava ansiedeln, senken. Für bereits in der Slowakei tätige indische Arbeitnehmer verspricht das Abkommen klarere Verlängerungsregelungen und verbesserten konsularischen Notfallsupport. Arbeitgeber sollten jedoch die slowakischen Arbeitsmarkttests und EU-Gehaltsschwellen im Blick behalten, die weiterhin Voraussetzung für Blue-Card-Anträge sind. Strategisch ergänzt das MoU Indiens Mobilitätspartnerschaften mit Deutschland, Portugal und Großbritannien und signalisiert eine Hinwendung zu mittelgroßen EU-Mitgliedstaaten mit spezialisierten Fertigungsökosystemen. Globale HR-Teams sollten die Slowakei in ihre europäischen Talent-Deployments aufnehmen und Orientierungsmodule zu lokalen Steuer- und Sozialversicherungspflichten vorbereiten.
Quelle: ANI via Newswav