
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, begrüßte das Ergebnis des Schweizer Referendums vom 14. Juni, das eine Begrenzung der Zuwanderung ablehnte, und erklärte, dies beseitige „eine bedeutende Unsicherheitsquelle“ in den Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz. In Äußerungen, die am 15. Juni von SWI swissinfo.ch veröffentlicht wurden, sagte von der Leyen, Brüssel erwarte nun eine Beschleunigung der Verhandlungen über das Paket „Bilaterale III“ – darunter Aktualisierungen des Freizügigkeitsabkommens, den Stromhandel und einen institutionellen Mechanismus zur Streitbeilegung. Für Unternehmen verringert die politische Einigung das Risiko von Vergeltungsmaßnahmen wie eingeschränktem Zugang zum Binnenmarkt für Schweizer Medizintechnikhersteller oder den Ausschluss von Forschungseinrichtungen aus Horizon Europe. Zudem gibt sie den 340.000 EU-Pendlern, die täglich in die Schweiz fahren, die Sicherheit, dass sich ihr Status nicht plötzlich ändern wird. Diplomaten warnen jedoch, dass weiterhin schwierige Fragen offenbleiben: Die Schweiz lehnt nach wie vor eine automatische dynamische Anpassung an EU-Recht ab, und die Kommission besteht auf fairen Wettbewerbsbedingungen im Bereich der staatlichen Beihilfen. Mobilitätsmanager sollten daher weiterhin die Arbeitsbewilligungsquoten im Auge behalten, die der Bundesrat jedes Jahr im Dezember neu festlegt, falls politische Spannungen wieder aufkommen.
Quelle: SWI swissinfo.ch
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