
Das thailändische Kabinett hat die im vergangenen Jahr für indische Staatsangehörige eingeräumte vorübergehende 60-tägige Visafreiheit aufgehoben. Ab sofort gilt für Ankünfte aus Indien wieder das Visa-on-Arrival-(VoA)-System vor 2024 mit einem 15-tägigen Aufenthalt und einer Gebühr von 2.000 Baht, berichteten lokale Medien am 15. Juni. Das Ministerium für Tourismus und Sport plant jedoch, eine begrenzte 15-tägige Visafreiheit für Inder vorzuschlagen, um die Auswirkungen auf die Besucherzahlen abzumildern. Die thailändischen Behörden begründen die Rücknahme mit dem Ziel, Überziehungen des Aufenthalts und unerlaubte Beschäftigung einzudämmen. Gleichzeitig betonen sie, dass die Nachfrage aus Indien – dem drittgrößten Herkunftsmarkt des Königreichs – aufgrund wettbewerbsfähiger Preise und zahlreicher Direktflüge stabil bleiben sollte. Indische Reiseveranstalter warnen jedoch, dass sich die Vorlaufzeiten für Gruppenreisen verlängern könnten, da Passagiere nun Dokumente für das VoA sammeln und an den Flughafenschaltern anstehen müssen. Für Geschäftsreisende bedeutet die Änderung, dass kurzfristige Reisen künftig einen Ausdruck der Finanzbestätigung (10.000 THB pro Person), Hotelbuchungen und ein Rückflugticket erfordern. Unternehmen sollten daher zusätzliche Pufferzeiten in die Reiseplanung einbauen, insbesondere an den Flughäfen Bangkok Suvarnabhumi und Phuket, wo es an den VoA-Schaltern in der Hochsaison zu Engpässen kommt. Vielflieger könnten das E-Visum bevorzugen, das 1.000 THB kostet, aber eine Vorabgenehmigung ermöglicht. Verantwortliche für Mobilität sollten ihre Reisegenehmigungsprozesse und Mitarbeiterschulungen entsprechend anpassen. Indische Staatsangehörige, die sich bereits mit der 60-tägigen Visafreiheit in Thailand aufhalten, können ihren Aufenthalt wie erlaubt fortsetzen, müssen jedoch bei Reisen nach dem Inkrafttreten der neuen Regelung ausreisen und unter den VoA-Bedingungen wieder einreisen.
Quelle: The Thaiger
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