
Das portugiesische Parlament hat eine beliebte Schlupflochregelung geschlossen, die von Tausenden brasilianischen Studierenden genutzt wurde: Ab dem 18. Juni 2026 müssen Ausländer vor dem Abflug ein genehmigtes Langzeit-Studienvisum vorweisen. Die Änderung beendet die Praxis, als visumfreier Tourist nach Portugal einzureisen, sich dort einzuschreiben und anschließend den Aufenthaltsstatus vor Ort zu ändern. Einwanderungsanwälte erklären, dass Artikel 89 des portugiesischen Ausländergesetzes überarbeitet wurde, um eine nachträgliche Statusänderung zu Studienzwecken im Land zu verhindern. Antragsteller müssen nun bei einem portugiesischen Konsulat in ihrem Heimatland einen Antrag stellen, eine Zulassungsbescheinigung, Nachweise über finanzielle Mittel und Krankenversicherung vorlegen und auf die Genehmigung warten – ein Prozess, der bis zu 90 Tage dauern kann.
Brasilianer bilden die größte ausländische Gemeinschaft in Portugal (ca. 400.000 Einwohner) und machen etwa die Hälfte der Studienvisum-Umwandlungen aus. Wilson Bicalho von Bicalho Consulting betont, dass „die Änderung zwar für mehr Planbarkeit sorgt, aber deutlich frühere Vorbereitungen erfordert; Universitäten müssen Zulassungsbescheide Monate im Voraus ausstellen.“ Felipe Ricardo von Q7R Advogados warnt vor höheren Kosten und längeren Vorlaufzeiten, die die Einschreibung in Berufsausbildungskurse erschweren könnten. Brasilianische Unternehmen, die Talente für MBA- oder technische Programme in Portugal sponsern, müssen nun mit Konsulatsgebühren, Übersetzungskosten und möglichen Verzögerungen beim Kursbeginn rechnen. Mobility-Manager sollten die Kandidatenpools überprüfen und sicherstellen, dass zwischen Zulassung und Kursstart mindestens vier Monate liegen. Angehörige benötigen weiterhin separate Familienbegleitvisa. Studierende, die sich bereits in Portugal mit laufenden Aufenthaltsanträgen befinden, sollten durch Übergangsregelungen geschützt sein, doch Berater empfehlen, Antragsbestätigungen sorgfältig aufzubewahren. Universitäten setzen sich beim Serviço de Estrangeiros e Fronteiras (SEF) für eine bevorzugte Bearbeitung vor dem Studienbeginn im September ein.
Brasilianer bilden die größte ausländische Gemeinschaft in Portugal (ca. 400.000 Einwohner) und machen etwa die Hälfte der Studienvisum-Umwandlungen aus. Wilson Bicalho von Bicalho Consulting betont, dass „die Änderung zwar für mehr Planbarkeit sorgt, aber deutlich frühere Vorbereitungen erfordert; Universitäten müssen Zulassungsbescheide Monate im Voraus ausstellen.“ Felipe Ricardo von Q7R Advogados warnt vor höheren Kosten und längeren Vorlaufzeiten, die die Einschreibung in Berufsausbildungskurse erschweren könnten. Brasilianische Unternehmen, die Talente für MBA- oder technische Programme in Portugal sponsern, müssen nun mit Konsulatsgebühren, Übersetzungskosten und möglichen Verzögerungen beim Kursbeginn rechnen. Mobility-Manager sollten die Kandidatenpools überprüfen und sicherstellen, dass zwischen Zulassung und Kursstart mindestens vier Monate liegen. Angehörige benötigen weiterhin separate Familienbegleitvisa. Studierende, die sich bereits in Portugal mit laufenden Aufenthaltsanträgen befinden, sollten durch Übergangsregelungen geschützt sein, doch Berater empfehlen, Antragsbestätigungen sorgfältig aufzubewahren. Universitäten setzen sich beim Serviço de Estrangeiros e Fronteiras (SEF) für eine bevorzugte Bearbeitung vor dem Studienbeginn im September ein.
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