
Die kenianische Botschaft in Abu Dhabi hat am 20. Juni eine dringende Warnung herausgegeben, nachdem die Regierung der VAE eine 30-tägige Kulanzfrist für Ausländer bestätigt hat, die von den Flugausfällen im Frühjahr betroffen sind. Die Botschaft schätzt, dass mehrere tausend Kenianer, deren Besuchervisa während der Schließung der Flugkorridore abgelaufen sind, nun mit Strafen wegen Überziehung ihres Aufenthalts rechnen müssen. In einer über soziale Medien und lokale Diaspora-Gruppen verbreiteten Erklärung forderte Botschafter Kenneth Nganga die Kenianer auf, „sofort Maßnahmen zu ergreifen“, um ihre Visa zu erneuern, den Status zu ändern oder vor dem Stichtag am 9. Juli auszureisen. Das Botschaftspersonal hat Anlaufstellen ohne Termin eingerichtet und bestätigt Arbeitsangebote innerhalb von 24 Stunden, um die Bearbeitung von Statusänderungen zu beschleunigen. Die Botschaft erinnerte Arbeitgeber daran, dass die Arbeitsgesetze der VAE vor Ort keine Beschäftigung von Personen mit ungültigem Visum erlauben; Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht legalisieren, drohen Bußgelder von bis zu 50.000 AED pro Mitarbeiter. Fluggesellschaften haben unterdessen günstige Flugkontingente von Dubai nach Nairobi zwischen dem 5. und 8. Juli freigegeben, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden. Für kenianische Unternehmen mit Projekten im Golfraum ist die Warnung ein Hinweis, sicherzustellen, dass reisende Ingenieure und Projektteams gültige Einreisegenehmigungen besitzen. Mobilitätsexperten weisen zudem darauf hin, dass Kenianer, die in Dubai einen neuen US-Green-Card-Antrag stellen möchten, nun sicherstellen müssen, dass ihr Aufenthaltsstatus in den VAE einwandfrei ist, da US-Konsulate bei Interviews einen Nachweis über einen legalen Aufenthalt verlangen.
Quelle: The Kenya Times