
Ein spezielles NIA-Gericht in Neu-Delhi entschied am 20. Juni 2026, dass die National Investigation Agency (NIA) zusätzliche 45 Tage – über die üblichen 90 Tage hinaus – zur Fertigstellung ihrer Ermittlungen nach dem Gesetz zur Verhinderung unrechtmäßiger Aktivitäten (UAPA) gegen drei bangladeschische Staatsangehörige erhalten darf. Die drei Verdächtigen, die im März festgenommen wurden, stehen im Verdacht, illegal über Meghalaya nach Indien eingereist zu sein und politische Gewalt geplant zu haben. Sie werden mit der Ermordung des bangladeschischen Aktivisten Sharif Osman Bin Hadi im Dezember 2025 in Verbindung gebracht. Bei früheren Verhören wurden angeblich Chatverläufe auf Mobiltelefonen gefunden, die auf Pläne zur Rekrutierung von Agenten in den Grenzbezirken Indiens hindeuten. Das Gericht akzeptierte das Argument der Staatsanwaltschaft, dass neue digitale Beweismittel vom 8. Juni eine forensische Analyse und eine Befragung der Beschuldigten erfordern. Nach Indiens strengem Anti-Terror-Gesetz können Gerichte bei nachgewiesener „Komplexität und internationalen Auswirkungen“ eine Frist von bis zu 180 Tagen für die Fertigstellung der Anklageschrift genehmigen. Die Verteidigung lehnte die Verlängerung ab und verwies auf die lange Untersuchungshaft, doch der Richter ordnete an, die Männer bis zum 23. Juni in Untersuchungshaft zu belassen, wonach die regulären Haftprüfungen fortgesetzt werden. Der Beschluss unterstreicht Neu-Delhis verschärfte Haltung gegenüber grenzüberschreitender Infiltration und hat unmittelbare Auswirkungen auf die Mobilität: Unternehmen, die Mitarbeiter in den Nordosten entsenden, müssen mit verstärkten Einwanderungskontrollen rechnen, während bangladeschische Geschäftsreisende bis zum Abschluss der Ermittlungen mit zusätzlicher Kontrolle rechnen sollten. Mobilitätsberater sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass ein Überziehen des Aufenthalts oder die Einreise mit falschen Visakategorien unter Umständen UAPA-Bestimmungen auslösen kann, wenn auch nur indirekt mit Sicherheitsbedenken verbunden; eine sorgfältige Prüfung von Drittanbietern in Grenzregionen ist ratsam.
Quelle: ANI via Newswav
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