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Japan erhöht ab 1. Juli die Visagebühren für indische Reisende um das Fünffache

Juni 24, 2026
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Japan erhöht ab 1. Juli die Visagebühren für indische Reisende um das Fünffache
Die Urlaubspläne für Japan werden für Inhaber eines indischen Reisepasses bald teurer. In einer Kabinettsentscheidung, die am 23. Juni 2026 veröffentlicht wurde, genehmigte Tokio die erste umfassende Überarbeitung seiner Visagebühren seit 1978. Ab dem 1. Juli steigt das Einreisevisum für Staatsangehörige, die weiterhin eine vorherige Genehmigung benötigen – darunter Indien, China und die Philippinen – von etwa 1.760 ₹ auf rund 8.800 ₹, während das Mehrfacheinreisevisum von etwa 3.500 ₹ auf fast 17.600 ₹ ansteigt. Auch die Gebührenobergrenzen für langfristige Aufenthaltskategorien wurden erhöht. Das Außenministerium erklärte, die deutliche Anpassung spiegele fast fünf Jahrzehnte Inflation, einen schwächeren Yen und höhere Verwaltungskosten aufgrund der Rekordzahl an ausländischen Einwohnern (4,13 Millionen bis Ende 2025) wider. Die zusätzlichen Einnahmen sind für digitale Grenzkontrollprojekte und Programme zur Integration der japanischen Sprache vorgesehen. Die Änderung betrifft Reisende aus mehr als 70 visumfreien Ländern – darunter die USA, Großbritannien und die meisten europäischen Staaten – nicht und verschärft somit die Kostenunterschiede für Besucher aus Schwellenländern. Für Indien, das inzwischen Japans am schnellsten wachsender Fernreisemarkt ist, kommt die Nachricht zu Beginn der Juli–August-Urlaubssaison. Reiseveranstalter schätzen, dass eine vierköpfige Familie zusätzlich 25.000 bis 30.000 ₹ für die Vorabformalitäten einplanen muss, noch bevor Flüge und Hotels gebucht werden. Einige preisbewusste Reisende könnten ihre Reisen verschieben oder auf visumfreie Ziele in Südostasien ausweichen. Geschäftsreiseanalysten gehen davon aus, dass der Geschäftsverkehr die Erhöhung größtenteils auffangen wird, da die schwache Währung Japans die Ausgaben vor Ort weiterhin attraktiv macht und ein vereinfachtes E-Visum-Pilotprojekt, das Ende 2026 erwartet wird, einige Hürden abbauen dürfte. Dennoch raten Unternehmen mit großen Projektteams in Japan ihren Mitarbeitern, vor Juli auf Mehrfacheinreisevisa umzusteigen, um die niedrigeren Gebühren zu sichern. Diplomaten in Neu-Delhi erklärten, Indien respektiere Japans souveränes Recht, die Gebühren anzupassen, hoffe jedoch, dass Tokio die Gespräche über die gegenseitige Anerkennung von Vertrauensreisendenprogrammen beschleunigt, damit die zwischenmenschlichen Beziehungen ohne finanzielle Barrieren weiter vertieft werden können.
Quelle: The Logical Indian

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