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EU-Kommissar Brunner verteidigt technische Gespräche mit den Taliban über erzwungene Rückführungen

Juni 25, 2026
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EU-Kommissar Brunner verteidigt technische Gespräche mit den Taliban über erzwungene Rückführungen
EU-Innenkommissar Magnus Brunner (Österreich) verteidigt ein Treffen hinter verschlossenen Türen in Brüssel mit Taliban-Vertretern, das darauf abzielte, die Zusammenarbeit bei der Rückführung afghanischer Staatsangehöriger ohne legalen Aufenthaltsstatus in Europa zu verbessern. Kritiker, darunter die österreichischen Grünen, werfen den Gesprächen vor, ein Regime zu legitimieren, das Frauenrechte unterdrückt. Brunner stellte klar, dass die Sitzung, an der Delegierte aus 15 EU-Staaten teilnahmen, „rein technischer Natur“ war und sich auf Identitätsprüfungen und die Ausstellung von Reisedokumenten konzentrierte – Voraussetzungen für Abschiebungen. Er wies Behauptungen zurück, der Austausch stelle eine diplomatische Anerkennung der Taliban dar. Österreich gehörte zu den 20 EU-Ländern, die im vergangenen Oktober die Kommission aufforderten, neue Rückführungsvereinbarungen mit Kabul zu prüfen. Die Initiative gewann an Dringlichkeit, da die Mitgliedstaaten steigende Zahlen von Afghanen verzeichneten, denen Asyl verweigert wurde, die aber aufgrund mangelnder Kooperation der afghanischen Behörden schwer abzuschieben sind. Für Arbeitgeber bedeutet die politische Entwicklung, dass afghanische Mitarbeiter mit Vorstrafen oder abgelehnten Asylanträgen mit beschleunigten Abschiebungen rechnen müssen, sobald die Rückführungslogistik geklärt ist. Personalabteilungen sollten den Status einzelner Fälle genau verfolgen und gegebenenfalls rechtliche Unterstützung vermitteln. Die Kontroverse könnte die Verhandlungen auf EU-Ebene zum umfassenden Asyl- und Migrationspakt, der am 1. Juli in Kraft treten soll, erschweren. Unternehmen, die auf die innergemeinschaftliche Mobilität afghanischer Fachkräfte angewiesen sind, sollten mit strengeren Dokumentenkontrollen und möglicherweise längeren Bearbeitungszeiten bei der Verlängerung von Aufenthaltstiteln rechnen.
Quelle: ORF.at

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