
In der Ausgabe vom 24. Juni des SBS Filipino appellierten Beamte des australischen Innenministeriums an die rund 400.000-köpfige philippinische Diaspora in Australien, vor nicht registrierten Agenten zu warnen, die „vorrangige“ Arbeits- oder Partnervisa gegen Vorauszahlungen versprechen. Die Warnung folgt auf einen Anstieg der Betrugsanzeigen um 60 Prozent im ersten Halbjahr 2026 auf dem Scamwatch-Portal der Australian Competition and Consumer Commission. Betrüger geben sich häufig als Migrationsberater auf Facebook Marketplace und in Viber-Gruppen aus und bieten gegen Gebühren von 6.000 bis 15.000 AUD eine garantierte Arbeitgebersponsorship an. Die Opfer erhalten gefälschte Quittungen des Ministeriums und werden angewiesen, im Ausland zu warten, bis ein „COVID-Rückstau“ abgearbeitet ist – erst Monate später erkennen sie, dass kein Antrag gestellt wurde. Laut Innenministerium belaufen sich die Verluste im Durchschnitt auf 9.200 AUD pro Fall, wobei einige Familien sogar Land auf den Philippinen verkaufen, um die Kosten zu decken. Registrierte Migrationsagenten (RMAs) unterliegen dem OMARA-Verhaltenskodex und müssen ihre MARN-Lizenz in Werbematerialien angeben. Die Beamten rieten potenziellen Migranten, die Angaben im öffentlichen OMARA-Register zu überprüfen und auf offizielle Bestätigungs-E-Mails über das ImmiAccount zu bestehen. Die Regierung testet zudem ein Wasserzeichen-System für Sponsorship-Briefe, um Fälschungen leichter zu erkennen. Arbeitgeber, die unwissentlich mit betrügerischen Arbeitsvermittlern zusammenarbeiten, drohen eigene Strafen, darunter ein fünfjähriges Beschäftigungsverbot für ausländische Arbeitskräfte. Unternehmens-Mobilitätsteams sollten Due-Diligence-Prüfungen wie die Überprüfung von ABN, Arbeitsunfallversicherung und Fair Work-Konformität in ihre Lieferantenauswahl integrieren. Gemeindeverbände bieten im Juli kostenlose Informationsveranstaltungen in Sydney, Melbourne und Perth an. Informationsblätter in philippinischer Sprache zur Vermeidung von Visabetrug sind auf der Website des Innenministeriums und bei den philippinischen Konsulaten erhältlich.
Quelle: SBS Filipino
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