
In einem am 26. Juni von der staatlichen Nachrichtenagentur WAM veröffentlichten Telefonat forderte der Außenminister der VAE, Scheich Abdullah bin Zayed, seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi auf, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu garantieren und den jüngsten vorläufigen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran einzuhalten. Der Dialog folgt auf eine Woche voller Raketenalarme und verdeutlicht, wie eng maritime Sicherheit mit globaler Mobilität verknüpft ist. Die Häfen Dubais bearbeiten jährlich mehr als 14 Millionen TEU und sind das logistische Rückgrat für multinationale Rotationseinsätze im Nahen Osten und Ostafrika. Jede erneute Störung würde sich auf Flugrouten auswirken – wie bereits bei den Luftraumsperrungen im April zu beobachten war – und könnte Versicherer dazu zwingen, den Luftraum über dem Golf als Hochrisikogebiet einzustufen. Die Äußerungen von Scheich Abdullah erfolgen, während die Lloyd’s Market Association den „roten“ Kriegsrisikostatus für Schiffe in iranischen Gewässern aufrechterhält. Mobilitätsmanager, die Haushaltswaren oder Projektequipment verschiffen, sollten prüfen, ob die Frachtführer Hormus-Zuschläge erheben, und die Umzugskostenzuschüsse entsprechend anpassen. Der Appell hat auch eine migrationspolitische Dimension: Frühere Eskalationen führten dazu, dass einige Expatriates die VAE vorübergehend verließen, was die Gültigkeit von Wiedereinreisevisa und die Zeitpläne für Familiensponsoring erschwerte. Personalabteilungen sollten Notfallpläne für kurzfristige Evakuierungen bereithalten und sicherstellen, dass Mitarbeiter nach Möglichkeit Mehrfacheinreisegenehmigungen besitzen. Reuters berichtet, dass die Minister vereinbarten, „technische Kontakte fortzusetzen“, was auf mögliche gemeinsame Sicherheitsprotokolle hindeutet – eine Entwicklung, die, wenn sie umgesetzt wird, Versicherungsprämien und Flugpläne vor dem Reisepreis im Herbst stabilisieren könnte.
Quelle: Reuters (via WNWN-FM)