
Nur wenige Stunden vor dem Durchbruch in der Schweiz brachen die regionalen Aktienmärkte ein, nachdem Gerüchte aufkamen, dass der Iran die Straße von Hormus geschlossen halten wolle, sofern keine weiteren Zugeständnisse gemacht würden. Der Leitindex des Dubai Financial Market fiel am 22. Juni im frühen Handel um 1,3 %, was einen landesweiten Ausverkauf widerspiegelt, den Reuters dokumentierte. Investoren befürchteten, dass eine erneute längere Schließung den Passagier- und Frachtverkehr zu den Häfen und Flughäfen der VAE, die im vergangenen Jahr zusammen 110 Millionen Reisende abwickelten, lahmlegen könnte. Reiseversicherer reagierten umgehend: Lloyd’s-Syndikate informierten Makler in den VAE, dass die Kriegsrisikoprämien für Schiffe, die in emiratische Gewässer einfahren, um 30 % steigen würden, falls die Schließung länger als 72 Stunden andauere. Unternehmensreisemanager, die die Lage verfolgten, berichteten, dass mehrere multinationale Konzerne „Red-Route“-Protokolle aktiviert hätten – nicht notwendige Mitarbeiterbewegungen über die Drehkreuze Dubai und Abu Dhabi wurden gestoppt, bis klarere Anweisungen vorlägen. Obwohl das spätere Schweizer Kommuniqué die Ängste milderte, verdeutlichen die Marktschwankungen am Montag die Fragilität der Mobilität in und aus den VAE, solange der Iran-Konflikt andauert. Die Luftfahrtberatung OAG weist darauf hin, dass der Dubai International Airport (DXB) immer noch 22 % weniger Transitflüge als in derselben Woche des Vorjahres abwickelt, was die Vorsicht der Fluggesellschaften angesichts möglicher Raketenbedrohungen entlang der Luftwege nahe Hormus widerspiegelt. Für Personal- und Entsendeteams unterstreicht der Vorfall die Notwendigkeit dynamischer Risikoanalysen und flexibler Ticketlösungen. Unternehmen mit großen Expatriate-Belegschaften in den VAE wird empfohlen, Evakuierungspläne zu überprüfen und sicherzustellen, dass Reisebestimmungen kurzfristige Umleitungen über Routen am Roten Meer oder durch Zentralasien erlauben. Finanzdienstleister, die für die neue Abu Dhabi Digital Assets Free-Zone anreisen, berichteten laut der Relocation-Firma Santa Fe Mobility von zweitägigen Verzögerungen beim Onboarding aufgrund von Flugumbuchungen.
Quelle: Business Recorder (Reuters wire)
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