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Premierminister fordert Antworten, nachdem „verlorene Kanadier“ aufgefordert wurden, ihre Staatsbürgerschaftspapiere zurückzugeben

Juni 26, 2026
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Premierminister fordert Antworten, nachdem „verlorene Kanadier“ aufgefordert wurden, ihre Staatsbürgerschaftspapiere zurückzugeben
Premierminister Mark Carney erklärte am Donnerstag, dass Neuankömmlinge, die aufgefordert wurden, ihren Nachweis der kanadischen Staatsbürgerschaft abzugeben, „eine Erklärung verdienen“ und kündigte an, persönlich mit Einwanderungsministerin Lena Diab nachzufassen. Die Äußerungen erfolgen, nachdem IRCC eingeräumt hatte, „ein paar Dutzend“ Personen – die im Rahmen der im letzten Jahr verabschiedeten Bill C-3 Reformen zur Staatsbürgerschaft durch Abstammung eingebürgert wurden – per E-Mail aufgefordert zu haben, ihre Staatsbürgerschaftszertifikate zurückzusenden und kürzlich ausgestellte Pässe zu annullieren. Bill C-3, das 2025 nach einer Gerichtsentscheidung, die die Beschränkung auf die erste Generation aufhob, verabschiedet wurde, erlaubt es jedem, der vor dem 15. Dezember 2025 geboren wurde, die Staatsbürgerschaft zu beanspruchen, wenn er einen direkten kanadischen Vorfahren nachweisen kann. Bisher wurden über 4.100 Anträge genehmigt, viele davon von Familien, die seit langem im Ausland leben. Die plötzlichen Rückruf-E-Mails, die Mitte Juni verschickt wurden, verunsicherten Empfänger, die bereits nach Kanada gezogen, ihre Kinder eingeschult und Arbeitgeber gewechselt hatten – alles basierend auf ihrem neuen Status. IRCC erklärt, die Aufforderungen zur Rückgabe seien durch „Unregelmäßigkeiten“ bei einer Nachprüfungsprüfung nach der Genehmigung ausgelöst worden, hat jedoch nicht klargestellt, ob es sich dabei um gefälschte Dokumente, Verwaltungsfehler oder einen systemischen Fehler im neuen Gesetz handelt. Einwanderungsanwälte warnen, dass ohne eine klare rechtliche Grundlage Versuche der Rücknahme vor dem Bundesgericht angefochten werden könnten, da sie gegen die Verfahrensgarantien des Staatsbürgerschaftsgesetzes verstoßen. Für multinationale Arbeitgeber, die innerbetriebliche Versetzungen organisieren, ist der Vorfall eine unangenehme Erinnerung daran, dass selbst endgültig erteilter Status noch überprüft werden kann. Mobility-Manager raten Betroffenen, deren Staatsbürgerschaft überprüft wird, nach Möglichkeit gültige Arbeitserlaubnisse zu behalten und Nachweise über Wohnsitz und Abstammung aufzubewahren. Fluggesellschaften wurde ebenfalls mitgeteilt, dass betroffene Reisende „Rückruf“-Schreiben zusammen mit ansonsten gültigen Pässen mitführen können, bis IRCC seine Untersuchung abgeschlossen hat. Ministerin Diab hat alle weiteren C-3-Staatsbürgerschaftsgenehmigungen bis zum Abschluss der internen Prüfung ausgesetzt. Interessengruppen erwarten eine Aktualisierung der Richtlinien, bevor das Parlament am 28. Juni in die Sommerpause geht. In der Zwischenzeit signalisiert Carneys öffentliche Intervention, dass das Kabinett bestrebt ist, den Imageschaden vor den am 1. Juli traditionell stattfindenden Einbürgerungsfeiern, die Kanadas Offenheit zeigen sollen, einzudämmen.
Quelle: The Canadian Press via iNFOnews.ca

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