
In einem Abendbulletin am 24. Juni bestätigte IRCC, dass es die umstrittenen „Rückgabeschreiben“ zurückzieht, die es Tage zuvor an Kanadier verschickt hatte, die ihre Staatsbürgerschaft durch Abstammung gemäß den Änderungen des Gesetzes C-3 von 2023 erhalten hatten. Was passiert ist: Letzte Woche wurden Hunderte neu anerkannte Kanadier – viele im Ausland geboren – darüber informiert, dass ihre mühsam erworbenen Staatsbürgerschaftszertifikate ungültig seien und zurückgegeben werden müssten. Diese Anordnung löste öffentliche Empörung und rechtliche Drohungen aus. IRCC erklärt nun, dass die Zertifikate weiterhin gültig sind und beginnt, „Bestätigungsschreiben“ zu versenden. Auswirkungen auf die Mobilität: Die Kehrtwende verhindert eine Welle sofortiger Reiseprobleme: Zurückgegebene Zertifikate hätten kanadische Pässe und NEXUS-Anmeldungen annulliert, was Doppelstaatsbürger, die für US-Arbeit durch Kanada reisen, in Schwierigkeiten gebracht hätte. Unternehmen, die ihre Entsendungen pausiert hatten, können nun fortfahren, sollten jedoch betroffene Mitarbeiter darauf hinweisen, bei Grenzübertritten Kopien der Bestätigungsschreiben mitzuführen. Grundlegende Fragen: IRCC hat nicht erklärt, wie eine interne Prüfung zu den fehlerhaften Widerrufen führte. Einwanderungsanwälte warnen, dass der Vorfall Lücken im Qualitätssicherungsprozess der Behörde offenbart und die Fragilität von Statusdokumenten unterstreicht, die die globale Mobilität ermöglichen. Nächste Schritte für Arbeitgeber und Reisende: Personalabteilungen sollten sicherstellen, dass Mitarbeiter, die Rückgabeschreiben erhalten hatten, nun auch die Bestätigungsschreiben bekommen haben und ihre Personalakten entsprechend aktualisiert sind. Reisende sollten an Grenzübergängen mehr Zeit einplanen, falls die Grenzbeamten die neue Richtlinie noch nicht erhalten haben.
Quelle: immigration.ca