
Vom 29. Juni bis 9. Juli setzt die öffentliche Bauverwaltung Zyperns Drohnen mit Kameras entlang wichtiger Abschnitte der Autobahnen Nicosia–Limassol, Nicosia–Larnaca und Larnaca–Ayia Napa ein. Die Drohnen fliegen parallel zum Verkehr – weit außerhalb der Fahrspuren – und erfassen anonyme Daten zum Verkehrsfluss, Reisezeiten und Engpassmustern. Behörden zufolge dient das Pilotprojekt als Grundlage für eine neue nationale Mobilitätsmanagement-Plattform, die Echtzeit-Staukarten an Navigations-Apps, Planer des öffentlichen Nahverkehrs und Einsatzleitstellen liefert. Die Daten sollen zudem Machbarkeitsstudien für zusätzliche Fahrgemeinschaftsspuren (HOV) und dynamische Tempolimits unterstützen und Zypern so näher an die EU-Richtlinie für intelligente Verkehrssysteme (ITS) bringen. Für Firmenmobilitätsteams ist das Projekt aus zwei Gründen relevant: Erstens ermöglichen detailliertere Verkehrsdaten genauere Reisezeitprognosen zwischen den beiden wichtigsten Wirtschaftszentren der Insel – Nicosia und Limassol –, wo viele ausländische Manager täglich pendeln. Zweitens deutet die Regierung an, dass gebührenfreie Schnellspuren für elektrische Firmenwagen als frühe politische Maßnahme entstehen könnten, falls die Drohnenstudie anhaltende Wochentagsstaus bestätigt. Datenschutzgruppen fordern Garantien, dass keine Gesichtserkennung eingesetzt wird; das Ministerium versichert, dass Kennzeichen verpixelt und Aufnahmen gemäß DSGVO innerhalb von 30 Tagen gelöscht werden. Gelingt das Projekt, könnte das Drohnenmodell teure Straßensensoren ersetzen und Zypern auf dem Weg zu einem intelligenteren, klimafreundlicheren Verkehrssystem voranbringen.
Quelle: Cyprus Mail
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