
Die Migrations-Tech-Plattform Migratio hat eine aktualisierte Erläuterung zur neuen Priorisierungsanweisung des Ministers für Fachkräftevisa veröffentlicht, die im Laufe dieses Monats stillschweigend in Kraft getreten ist. Nach den Regeln für 2026 bleiben Gesundheitsberufe auf Priorität 1, gefolgt von Lehrkräften, Bauhandwerkern und Bewerbern mit regionaler Arbeitgeberunterstützung. Fälle der Allgemeinen Fachkräftezuwanderung (GSM) ohne Arbeitgebersponsoring oder regionale Bindung rücken ans Ende der Warteschlange, was Wartezeiten von 12 bis 24 Monaten weiterhin üblich macht. Die Anweisung richtet die Bearbeitung an dem kleineren, stärker auf Qualifikationen fokussierten Dauerprogramm der Regierung sowie dem nationalen Wohnungsbauabkommen im Wert von 15 Milliarden AUD aus, das auf eine beschleunigte Bauarbeitskraft setzt. Bewerbern in niedrig priorisierten Kategorien wird empfohlen, Arbeitgeber- oder Regionalvisa parallel zu GSM-Anträgen einzureichen, um sich gegen lange Wartezeiten abzusichern. Migrationsberater berichten, dass das Prioritätensystem inzwischen der wichtigste Faktor für Bearbeitungszeiten ist: Pflegekräfte erhalten temporäre 482-Visa innerhalb von vier Wochen, während Marketingfachleute über ein Jahr auf vergleichbare Entscheidungen warten müssen. Die Richtlinie betont, dass eine neue ministerielle Anweisung die Prioritäten über Nacht ändern kann, weshalb Mobilitätsmanager das Bundesgesetzblatt im Auge behalten und ihre Personalplanung entsprechend anpassen sollten. Die Prioritätenliste fließt zudem in SkillSelect ein: Berufe mit hoher Bearbeitungspriorität werden in der Regel zuerst eingeladen, was den ganzheitlichen Ansatz der Regierung zur Bekämpfung von Arbeitskräftemangel unterstreicht.
Quelle: Migratio