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Passgebühren in Indien steigen ab 1. Juli unter neuen MEA-Regeln um bis zu 75 %

Juni 30, 2026
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Passgebühren in Indien steigen ab 1. Juli unter neuen MEA-Regeln um bis zu 75 %
Indische Reisende und im Ausland lebende Inder müssen bald deutlich mehr für Passdienste zahlen. Das Außenministerium hat die Passverordnungsänderung 2026 bekannt gegeben, die die Gebühren für fast alle Kategorien von Pässen und Reisedokumenten anhebt – die erste Erhöhung seit 14 Jahren. Die neuen Tarife gelten für Anträge, die ab dem 1. Juli 2026 eingereicht werden, sowohl innerhalb Indiens als auch bei Auslandsvertretungen.

Für Erwachsene steigt die Gebühr für einen Standardpass mit 36 Seiten von ₹1.500 auf ₹2.500, während ein 60-seitiger „Jumbo“-Pass ₹3.500 kosten wird. Die Tatkaal-Bearbeitung (Expressverfahren) erhöht sich auf ₹5.000 bzw. ₹6.000. Ersatzpässe für verlorene oder beschädigte Dokumente kosten je nach Seitenzahl und Dringlichkeit zwischen ₹5.000 und ₹8.500. Für Minderjährige steigen die Gebühren bei regulären Anträgen um 75 % und bei Tatkaal um 42 %. Die Gebühr für polizeiliche Führungszeugnisse erhöht sich von ₹500 auf ₹750.

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Das Außenministerium begründet die Anpassung mit der Inflation seit 2012 sowie den Kosten für die Einführung chipgestützter e-Pässe und landesweiter Passport Seva Kendras. Ein Rabatt von 10 % für Kinder unter acht Jahren und Senioren über 60 bleibt bestehen. Notfallbescheinigungen, die innerhalb Indiens ausgestellt werden, bleiben kostenfrei.

Die Kostensteigerungen wirken sich unmittelbar auf Mobilitätsbudgets aus. Große IT- und Ingenieurunternehmen, die Pässe für Projektmitarbeiter in großen Mengen sponsern, müssen ihre Kostenplanung anpassen. Auch im Ausland lebende Inder, die ihre Pässe bei Konsulaten erneuern, zahlen künftig höhere Dollargebühren – 125 US-Dollar für einen neuen 36-seitigen Pass im Standardverfahren und 250 US-Dollar für Tatkaal.

Reiseberater empfehlen Antragstellern mit bevorstehenden Reisen, ihre Anträge vor dem Stichtag 30. Juni einzureichen, um die alten Gebühren zu sichern. Unternehmen sollten laufende Umzugsfälle prüfen und gegebenenfalls eine beschleunigte Antragstellung in Erwägung ziehen, um die Zuschläge zu vermeiden. Ab dem 1. Juli könnten die Ausgabenrichtlinien angepasst werden müssen: Eine routinemäßige Familienpassverlängerung kann nun zusätzlich zwischen ₹4.000 und ₹10.000 kosten.
Quelle: Business Standard

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