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US-Arbeitgeber beschleunigen Verlagerungen ins Ausland und frühzeitige Green-Card-Unterstützung angesichts verschärfter H-1B-Lage

Juni 30, 2026
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US-Arbeitgeber beschleunigen Verlagerungen ins Ausland und frühzeitige Green-Card-Unterstützung angesichts verschärfter H-1B-Lage
Eine neue Umfrage von Envoy Global zur Unternehmensimmigration zeigt, dass 61 % der US-Unternehmen im vergangenen Jahr ausländische Mitarbeiter ins Ausland verlagert haben und 76 % inzwischen innerhalb der ersten drei Monate der Beschäftigung eine Green-Card-Sponsoring einleiten – beides Rekordwerte. Dieser Wandel ist eine direkte Reaktion auf unvorhersehbare H-1B-Visa-Lotterien, steigende Ablehnungsquoten und drohende Gebührenerhöhungen. Indische Fachkräfte stehen im Mittelpunkt dieser Entwicklung: Im Geschäftsjahr 2025 wurden 284.000 H-1B-Zulassungen an Inder vergeben, die jedoch mit Wartezeiten von über neun Monaten für Besuchervisa und strengeren Lohnvorschriften konfrontiert sind. Befragte Unternehmen nennen Kanada, Großbritannien, Australien und Deutschland als bevorzugte Standorte für Verlagerungen, da dort die Arbeitserlaubnisverfahren schneller ablaufen und der Weg zur dauerhaften Niederlassung einfacher ist. Finanzdienstleister und Technologieunternehmen – traditionell die größten Nutzer von H-1B-Visa – führen die Abwanderung an, indem sie Nearshore-Delivery-Center ausbauen und Remote-First-Modelle fördern. Gleichzeitig sponsern sie Green Cards in den USA früher, um kritische Mitarbeiter, die im Land bleiben, zu halten, und nehmen dabei PERM-Verzögerungen von bis zu 18 Monaten in Kauf. Für indische Fachkräfte bedeutet diese gemischte Strategie mehr Optionen, aber auch härtere Konkurrenz: Ein gescheiterter H-1B-Lotterieversuch kann stattdessen ein Angebot aus Kanada oder Großbritannien nach sich ziehen. Unternehmen, die globale Mobilitätsprogramme managen, sollten Steuerangleichungskosten, Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit und Quoten für innerbetriebliche Versetzungen überprüfen, da sich die Talentlandschaft verändert. Einwanderungsberater warnen, dass ein fragmentierter US-Ansatz – mit verschärften temporären Visa, aber gleichzeitig stillschweigender Ausweitung branchenspezifischer Wege wie der neuen H-2A-Berechtigung für die Milchindustrie – die Planung erschwert. Arbeitgeber werden dazu angehalten, ihre Sponsoring-Pipelines zu diversifizieren und für das Geschäftsjahr 2027 alternative Standorte bereitzuhalten.
Quelle: Business Standard

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