Irlands kommende EU-Ratspräsidentschaft stellt Migration und Grenzsicherheit in den Mittelpunkt
ISD unternimmt Schritte zur Reduzierung des Rückstands bei der Online-Erneuerung von Einwanderungsanträgen, da die Wartezeiten sinken
Einwanderungsbehörde reduziert Rückstand bei Online-Verlängerungen auf 6–8 Wochen und klärt Regeln zum Arbeitsrecht
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Irland skizziert Migrationsprioritäten vor Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft
Irlands Programm für die EU-Ratspräsidentschaft (Juli–Dezember 2026) setzt Migration und Sicherheit an erste Stelle. Zu den Prioritäten gehören die Umsetzung des EU-Pakts für Migration und Asyl voranzutreiben, Rückführungsverfahren zu digitalisieren und gegen Schleusernetzwerke vorzugehen. Die Agenda könnte die Harmonisierung der Einreisebestimmungen beschleunigen, aber auch strengere Anforderungen an die Einhaltung bei grenzüberschreitenden Einsätzen mit sich bringen.
Irland gibt mit einer starken Migrations- und Sicherheitsagenda den Ton für seine EU-Ratspräsidentschaft an
Irland hat die Schwerpunkte seiner sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft ab dem 1. Juli 2026 vorgestellt. Eine eigene Säule „Sicherheit“ wird die zügige Umsetzung des EU-Pakts zu Migration und Asyl vorantreiben, die Digitalisierung der Rückführungsverfahren fördern und die Bekämpfung von Schleusernetzwerken intensivieren. Für Unternehmen bedeutet die Agenda schnellere Grenzprozesse, sobald die neuen IT-Systeme stabil laufen, sowie strengere Anforderungen an die Einhaltung von Vorschriften bei der Datenweitergabe und der Sorgfaltspflicht gegenüber Reisenden.
Irischer Einwanderungsdienst warnt vor längeren Bearbeitungszeiten bei Online-Verlängerungsanträgen
Am 30. Juni gab das ISD eine Warnung heraus, dass die Online-Warteschlangen für die IRP-Erneuerung aufgrund rekordverdächtiger Antragszahlen auf etwa neun Wochen angewachsen sind. Zusätzliche Mitarbeiter und Überstunden wurden genehmigt, doch Arbeitgeber sollten die Erneuerungen frühzeitig einreichen und Portalbelege aufbewahren, um die fortlaufende Arbeitserlaubnis und Reisefähigkeit nachweisen zu können.
Aer Lingus baut Führungsebene ab, da Kostendruck steigt
Aer Lingus streicht ein Viertel seiner Führungspositionen und überprüft seinen Flugplan nach einem Verlust von 103 Millionen Euro im ersten Quartal. Die Kostensenkungsmaßnahmen sollen der Fluggesellschaft helfen, die von der Muttergesellschaft IAG vorgegebenen Margenziele zu erreichen und erfolgen im Vorfeld eines Kapazitätsausbaus, der nach der erwarteten Aufhebung der Passagierobergrenze am Flughafen Dublin geplant ist. Obwohl bisher keine Strecken gestrichen wurden, sollten Geschäftsreisende Änderungen bei den Flugfrequenzen im Auge behalten.
Warnung vor kleinen Booten führt zu Fahrplanänderungen auf Fährverbindungen im Südwesten
Eine Gelbe Warnung für kleine Boote von Met Éireann für die Südwestküste am 30. Juni hat zu Fahrplanänderungen auf den Strecken Rosslare–Pembroke und den Insel-Fähren geführt. Arbeitgeber, die Personal oder zeitkritische Fracht per Schiff transportieren, sollten mit geringfügigen Verzögerungen rechnen und ihre Versicherungsbedingungen für Reisen bei Windstärke 6 überprüfen.
Asylanträge in Irland halbieren sich in den ersten zwei Wochen des EU-Migrationspakts, sagt Justizminister
Justizminister Jim O’Callaghan erklärte, dass zwischen dem 12. und 26. Juni nur 272 Personen in Irland Asyl beantragt haben – etwa halb so viele wie in den zwei Wochen zuvor. Dies führt er auf die neuen EU-weiten Screening-Regeln zurück. Der Rückgang könnte den Druck auf Notunterkünfte verringern, könnte jedoch Familienzusammenführungen erschweren. Arbeitgeber werden dazu angehalten, Mobilitätsfristen zu überprüfen und zügige Anträge auf Arbeitserlaubnisse zu stellen, da die Kontrollen verschärft werden.
Der EU-Rat beschließt Verlängerung des vorübergehenden Schutzes bis 2028 – Gespräche beginnen in Brüssel
Die EU-JHA-Berater begannen am 29. Juni 2026 ausführliche Gespräche über einen von Belgien ausgearbeiteten Beschluss zur Verlängerung des vorübergehenden Schutzes für Ukrainer und andere bis März 2028. Irland unterstützt diesen Schritt, der etwa 70.000 Begünstigten erlaubt, ohne Arbeitserlaubnis zu bleiben und zu arbeiten, was Arbeitskräftemangel lindert, aber die Unterkunftskosten erhöht. Die endgültige Verabschiedung wird bis Oktober erwartet, um Arbeitgebern Planungssicherheit für ihre Personalstrategien zu geben.