
Die Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafensicherheit (ICP) hat das Visa-on-Arrival-Programm der VAE auf Staatsangehörige aus Indonesien, Vietnam, Thailand, den Philippinen, Kenia und Südafrika ausgeweitet. Reisende aus diesen Ländern – ebenso wie indische Staatsbürger, die bereits berechtigt waren – können nun zwischen einem verlängerbaren 14-Tage-Visum oder einem einmaligen, nicht verlängerbaren 60-Tage-Visum wählen. Antragsteller müssen zudem eine gültige Aufenthaltserlaubnis aus einem der 12 genehmigten Drittstaaten besitzen. Die Liste wurde erweitert und umfasst nun neben den USA, der EU und Großbritannien auch Singapur, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland und Kanada. Die Gebühren bleiben regional moderat: 100 Dirham für das 14-Tage-Visum und 250 Dirham für den 60-Tage-Aufenthalt, mit einer Überziehungsstrafe von 50 Dirham pro Tag. Die ICP erklärte, dass diese Maßnahme darauf abzielt, „bilaterale Beziehungen zu stärken und breitere kommerzielle sowie kulturelle Brücken zu schaffen“, insbesondere mit den schnell wachsenden Märkten in Asien und Afrika. Tourismusanalysten schätzen, dass die Änderung jährlich bis zu eine Million zusätzliche Besucher bringen könnte, sobald gezieltes Marketing für Anschlussflüge etabliert ist. Für Unternehmen, die regionale Einsätze managen, erleichtert das längere 60-Tage-Visum die administrative Abwicklung von Geschäftsreisen mit mehreren Einreisen, bietet mehr Zeit für Vertragsabschlüsse und verringert die Abhängigkeit von den üblichen 30-Tage-Besuchsvisa, die häufige Behördengänge erfordern. Personalberater passen bereits ihre globalen Mobilitätsrichtlinien an, um die neuen berechtigten Nationalitäten und die Drittstaaten-Aufenthaltsoption zu berücksichtigen. Im weiteren Kontext steht diese Änderung im Rahmen einer weltweiten Neuausrichtung der Einreisebestimmungen: Die USA testen ein Fast-Track-Interviewprogramm für 750 US-Dollar, Japan hat die Visagebühren verfünffacht und Australien die Gehaltsgrenzen für Fachkräfte angehoben. Vor diesem Hintergrund setzt die Liberalisierung der VAE ein deutliches pro-wachstumsorientiertes Signal. Internationale Umzugsfirmen betonen, dass dies die Marke der Emirate als „offen für Geschäfte“ stärkt, während mehrere OECD-Länder ihre Einreisebestimmungen verschärfen. Praktischer Tipp: Reisende sollten sicherstellen, dass sowohl ihr Reisepass als auch die gültige Aufenthaltserlaubnis am Einreisedatum mindestens sechs Monate gültig sind. Unternehmen sollten zudem zwei bis drei Arbeitstage für die Beantragung der von der ICP über den E-Kanal ausgestellten, vorab genehmigten Einreisekennung einplanen, bevor sie an Bord gehen.
Quelle: Khaleej Times
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