
In einer ausführlichen Rechtskolumne vom 28. Juni erläuterte die in Dubai ansässige Kanzlei Ashish Mehta & Associates die praktischen Aspekte der neuen „Freelance Permit“ der VAE, einer Arbeitserlaubniskategorie, die durch den Kabinettsbeschluss Nr. 1 von 2022 eingeführt wurde. Die Kanzlei weist darauf hin, dass diese Erlaubnis es Einzelpersonen ermöglicht, ohne Arbeitgebersponsor oder festen Arbeitsvertrag zu arbeiten und Einkommen durch Dienstleistungen für mehrere Kunden zu erzielen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Freelance Permit (ausgestellt vom Ministerium für Personalwesen und Emiratisierung für das Festland) und der Freelance Licence (ausgestellt von Freizonenbehörden wie Dubai Media City oder twofour54); beide ermöglichen eine Aufenthaltserlaubnis, erfordern jedoch separate Anträge und Gebühren. Für global mobile Fachkräfte ist besonders relevant, dass mit der Freelance Visa, vorbehaltlich bestimmter Einkommensgrenzen, auch unmittelbare Familienangehörige gesponsert werden können. Die Kolumne bestätigt, dass die Gehaltsanforderung der allgemeinen Regel für Familiensponsoring entspricht – AED 3.000 pro Monat bei Arbeitgeberunterkunft oder AED 4.000 ohne. Diese Klarstellung ist für Expats wichtig, die nach dem Konflikt von Februar bis April ihre traditionelle Anstellung verloren haben, aber weiterhin in den VAE bleiben und ihre Angehörigen in der Schule behalten möchten. Der Artikel betont zudem Compliance-Risiken: Freelancer müssen für jedes Projekt, das formal als „Beschäftigung“ im Sinne des Arbeitsrechts gilt, eine separate Arbeitserlaubnis einholen; andernfalls drohen sowohl dem Freelancer als auch dem Endkunden Bußgelder von bis zu AED 50.000. Firmen, die Dienstleister mit Freelance Visa beauftragen, sollten daher prüfen, ob diese auch die projektspezifischen Genehmigungen des Ministeriums besitzen. Abschließend erinnert der Beitrag daran, dass das Halten einer Freelance Visa nicht von der kürzlich vereinheitlichten Überziehungsstrafe der VAE in Höhe von AED 50 pro Tag befreit. Wird eine Erlaubnis oder Emirates ID nicht rechtzeitig verlängert, fallen automatisch Bußgelder an, die vor Abreise am Flughafen oder über die ICP-App zu zahlen sind. Unternehmen, die Freelancer für kurzfristige Projekte einsetzen, sollten diese Kosten in ihre Budgets einplanen.
Quelle: Khaleej Times
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