
Nach dem Vorsitz der Interministeriellen Kommission für Periphere Verwaltung in Santiago de Compostela am 1. Juli kündigte der Minister für Territorialpolitik, Ángel Víctor Torres, die Einrichtung von zwei speziellen Arbeitsgruppen an: eine für die nordafrikanischen spanischen Enklaven Ceuta und Melilla sowie eine weitere für die atlantischen Archipele der Kanarischen und Balearischen Inseln. Ziel ist es, die Einwanderungspolitik, Personalstärken und Infrastrukturinvestitionen in Gebieten zu koordinieren, die einen unverhältnismäßig hohen Anteil an Grenzbewegungen bewältigen müssen. Jede Taskforce wird die Regierungskommissariate, Ausländerbehörden, Hafen- und Flughafenverwaltungen, lokale Polizeikräfte sowie Sozialdienste zusammenbringen. Prioritäre Themen sind der Ausbau der Aufnahmezentren während saisonaler Spitzen, die Harmonisierung biometrischer Geräte für die Einführung des EES sowie die Beschleunigung der Arbeitserlaubnisverfahren, damit neu regulierte Migranten von überlasteten Einreisepunkten wegziehen können. Torres bestätigte zudem die Einstellung von fast 1.000 zusätzlichen Beamten in den dezentralen Verwaltungen Spaniens und deutete eine neue Zulage an, die Mitarbeiter in ultraperipheren Zonen für die höheren Lebenshaltungskosten und Wohnraummangel dort entschädigen soll. Dieser Schritt könnte die Fluktuation in den Ausländerbehörden verringern, die seit Beginn des Regularisierungsprozesses mit stark gestiegenen Arbeitsbelastungen zu kämpfen haben. Für multinationale Unternehmen in den Bereichen Tourismus, Logistik und Einzelhandel auf den spanischen Inselwirtschaften ist diese Nachricht von großer Bedeutung. Schnellere Dokumentenbearbeitung und besser ausgestattete Polizeikontrollen sollten zu kürzeren Wartezeiten bei Aufenthaltstiteln und planbareren Frachtabfertigungen führen – besonders in der wichtigen Urlaubs- und Erntesaison im August. Die Arbeitsgruppen werden sich Ende Juli erstmals treffen und sollen ihre Empfehlungen bis Oktober direkt an den Ministerrat weiterleiten, wodurch Interessengruppen die Möglichkeit erhalten, operatives Feedback einzubringen.
Quelle: Europa Press
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