
Vor dem Ausschuss für Grenzsicherheit des Repräsentantenhauses sagte der amtierende stellvertretende Leiter Jason Schneider von U.S. Customs and Border Protection gestern aus, dass die Beschlagnahmungen von Drogen an der nördlichen Grenze im Jahresvergleich um 55 Prozent zurückgegangen sind. Auch die Festnahmen von undokumentierten Migranten sind im laufenden Haushaltsjahr um 22 Prozent gesunken. Diese Daten widersprechen Behauptungen einiger Abgeordneter, wonach mexikanische Kartelle Fentanyl über Kanada umleiten würden. Schneider stellte klar, dass der Großteil des in der Nähe der Großen Seen gefundenen Fentanyls tatsächlich zuerst an der südlichen Grenze eingeführt und dann intern nach Norden transportiert wurde. Aus Mobilitätssicht untermauern die Zahlen Argumente gegen die Einführung von Inspektionsverfahren nach südlichem Vorbild – wie etwa die verpflichtende Ausstellung von I-94-Formularen oder Fahrzeug-Röntgenkontrollen – an Grenzübergängen wie Detroit–Windsor oder Champlain–Lacolle. Wirtschaftskammern auf beiden Seiten der 49. Breitengradlinie befürchten, dass politischer Druck dennoch zu neuen Kontrollmaßnahmen führen könnte, was die Wartezeiten für Pendler und Just-in-Time-Lieferketten verlängern würde. Die Anhörung findet statt, während Ottawa weiterhin in Pilotprojekte für gemeinsame Vorabkontrollen investiert und Washington eine mögliche Umverteilung von Personal von der Nordgrenze zum Rio Grande prüft. Unternehmen, die Waren oder Mitarbeiter über die Kanada-USA-Korridore transportieren, sollten beobachten, ob die Anhörung zu politischen Veränderungen führt oder lediglich die Forderungen nach strengeren Kontrollen im Norden beruhigt.
Quelle: CityNews / The Canadian Press
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