
In einer am 30. Juni von Reuters veröffentlichten Informationsnotiz listete Washington mehr als ein Dutzend ungelöster Beschwerden gegen Kanada auf – nur einen Tag vor der geplanten sechjährigen Überprüfung des USMCA-Abkommens. Neben Milchquoten und Digitalsteuern wies der US-Handelsbeauftragte auf Probleme hin, die den Personen- und Warenverkehr direkt behindern, darunter Verzögerungen beim neuen Gordie Howe International Bridge zwischen Windsor und Detroit sowie provinziell festgelegte „Buy-Canadian“-Beschaffungsregeln, die US-Dienstleister benachteiligen. Reiseanalysten berichten, dass die Verzögerung der Brücke – die bereits die Eröffnung des künftig verkehrsreichsten kommerziellen Grenzübergangs Nordamerikas nach hinten verschiebt – Spediteure zwingt, weiterhin die veraltete Ambassador Bridge zu nutzen, was während der Stoßzeiten bis zu 30 Minuten zusätzliche Fahrzeit pro Überquerung bedeutet. Der Bericht kritisiert zudem kanadische Spirituosenbehörden, die kürzlich US-Alkoholimporte als Vergeltung für Trump-Ära-Zölle gestoppt haben – ein Schritt, der den grenzüberschreitenden Tourismus und die Ausgaben im Gastgewerbe bremst. Ottawa hat sich bislang nicht öffentlich geäußert, doch Insider vermuten, dass Premierminister Mark Carney die Versorgungssicherungsprogramme verteidigen, zugleich aber Kompromisse bei Digitalsteuern und Arbeitsrechtsdurchsetzung anstreben wird. Für Unternehmen mit Pendlerentsendungen und häufigen Geschäftsreisen deutet die lange Liste an Reibungspunkten auf langwierige Verhandlungen hin, die Einreisebestimmungen verschärfen oder zusätzlichen bürokratischen Aufwand an der nördlichen Grenze mit sich bringen könnten. Beteiligte Unternehmen mit kanadischen Niederlassungen werden dazu aufgerufen, sich über Branchenverbände einzubringen und alternative Routen- oder Lieferantenstrategien vorzubereiten, falls die Gespräche ins Stocken geraten.
Quelle: Reuters / Kitco News
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