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Fluggesellschaften warnen vor „Schlangenchaos“, da EU-Biometrisches Ein- und Ausreisesystem am 10. Juli startet

Juli 3, 2026
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Fluggesellschaften warnen vor „Schlangenchaos“, da EU-Biometrisches Ein- und Ausreisesystem am 10. Juli startet
Das seit langem verzögerte Ein- und Ausreisesystem (EES) Europas – eine biometrische Datenbank, die die Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen aller Nicht-EU-Reisenden erfasst – soll am 10. Juli starten. Die Billigfluggesellschaft Ryanair warnt jedoch, dass es an den Flughäfen zu „Sommer-Stauchaos“ kommen könnte, wenn die Einführung nicht bis September verschoben wird. Für Inhaber indischer Reisepässe ist dies die erste verpflichtende biometrische Registrierung bei der Einreise in den Schengen-Raum, seit Visa online beantragt werden. Reisende müssen mit einer einmaligen Registrierung rechnen, die an manuellen Terminals 20 bis 40 Minuten dauern kann – besonders an stark frequentierten Drehkreuzen wie Paris-CDG, Frankfurt und Madrid. Vielflieger werden bei jeder Einreise biometrisch überprüft, doch die Erstaufnahme dürfte zu Engpässen führen. Geschäftsreisende aus Indien, die nach dem 10. Juli zu Messen in Deutschland oder Kundenterminen in Italien reisen, werden von Firmenreiseleitern geraten, mindestens 90 Minuten früher anzureisen oder über kleinere Flughäfen zu fliegen. Airlines warnen zudem, dass Passagiere, die den biometrischen Schritt nicht abschließen, bei der Rückreise aufgrund von Beförderungspflichten nicht mitgenommen werden. EU-Beamte betonen, dass das System die Sicherheit erhöht und Überziehungswarnungen automatisiert. Bodenpersonal-Gewerkschaften kritisieren jedoch, dass die Personalplanung nicht angepasst wurde, und warnen vor langen Warteschlangen, die sich zu Stoßzeiten bis in die Abflughallen ziehen könnten. Die Europäische Reise-Kommission rechnet in den ersten zwei Wochen mit einem Rückgang der Abfertigungskapazität um bis zu 17 Prozent. Indische Reiseveranstalter fordern, dass Neu-Delhi eine Vertrauensreisenden-Regelung aushandelt, die eine Vorregistrierung biometrischer Daten in VFS-Zentren ermöglicht – ähnlich dem in Verhandlung befindlichen US-Global-Entry-Abkommen.
Quelle: The Guardian

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