
Einwanderung, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft Kanada (IRCC) hat ab dem 1. Juli ein Paket von Regeländerungen eingeführt, um den Missbrauch von Studien- und Arbeitswegen einzudämmen, die überproportional von indischen Staatsangehörigen genutzt werden. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören strengere Nachweise der finanziellen Mittel, verpflichtende Bestätigungsschreiben der Provinzen für öffentlich finanzierte Colleges sowie Obergrenzen für bestimmte Postgraduierten-Arbeitserlaubnisse. Für indische Studierende – die 2025 fast 41 Prozent aller neuen Studiengenehmigungen ausmachten – ist die größte Hürde eine Erhöhung der Mindestanforderung für den Lebenshaltungskostenfonds um 25 Prozent auf 20.635 CAD, die im Voraus auf ein GIC-Konto eingezahlt werden muss. Colleges, die keine Bestätigung der Provinz erhalten, verlieren ab Januar 2027 das Recht, internationale Studierende aufzunehmen, was Agenturen unter Druck setzt, Bewerber eher an größere Universitäten zu vermitteln. Im Bereich Beschäftigung bleibt der beliebte Global Talent Stream bestehen, doch Ehepartner der meisten geringqualifizierten temporären ausländischen Arbeitskräfte erhalten nicht mehr automatisch eine offene Arbeitserlaubnis. IRCC kündigte zudem strengere Prüfungen der Owner-Operator LMIA-Route an, die bei indischen Unternehmern als Hintertür zur dauerhaften Niederlassung beliebt ist. Berater rechnen kurzfristig mit längeren Bearbeitungszeiten, da die Sachbearbeiter die neuen Unterlagen überprüfen. Multinationale Unternehmen, die Ingenieure von Bengaluru nach Toronto im Rahmen von Intra-Company-Transfer (ICT)-Genehmigungen entsenden, sind nicht betroffen, doch Nutzer der C11-Unternehmerkategorie sollten zusätzliche Zeit für die Einhaltung der Vorschriften einplanen. IRCC betont, dass die Reformen Kanadas Attraktivität erhalten und gleichzeitig die Integrität des Arbeitsmarktes schützen sollen; Anbieter von Studentenunterkünften warnen jedoch, dass kurzfristige Ablehnungen im Herbst Tausende von Betten ungenutzt lassen könnten. Bewerber werden dringend gebeten, die Zulassungsvoraussetzungen der Colleges sorgfältig zu prüfen und Nachweise über finanzielle Mittel vor der Zahlung von Studiengebühren aufzubewahren.
Quelle: The Indian Express
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