
Chinas Sommerreiseboom wurde am 3. Juli von einem schweren Wetterereignis ausgebremst, als Taifun Maysak – der zehnte benannte Sturm der Saison 2026 – über Hainan hinwegzog. Am frühen Nachmittag erneuerte das Nationale Meteorologische Zentrum die Gelbe Warnstufe, da anhaltende Winde mit 20 m/s die Südküste der Insel peitschten und Regenbänder weit ins Landesinnere vordrangen. In einer gemeinsamen Notfallsitzung von Zivilluftfahrtbehörde, Flugverkehrskontrolle und dem Flughafen Sanya Phoenix wurde beschlossen, ab 17:00 Uhr Ortszeit alle Starts und Landungen einzustellen. Bis 11:30 Uhr waren bereits 92 Flüge gestrichen und weitere 87 vor der Schließung abgewickelt worden, wodurch rund 14.000 Passagiere am verkehrsreichsten Freizeitflughafen Hainans festsaßen. Auch der Landverkehr blieb nicht verschont: Die China Railway Guangzhou Group setzte alle Hochgeschwindigkeits- und Regionalzüge über die Qiongzhou-Straße aus, während Fährbetreiber ihre Schiffe von den Strecken Haikou–Guangzhou und Haikou–Beihai abzogen. Die örtlichen Behörden ordneten die Schließung aller Berg-, Küsten- und Luftsightseeing-Attraktionen – vom Naturschutzgebiet Tianya Haijiao bis zu Zipline-Parks – bis auf Weiteres an. Reiseveranstalter raten Geschäftsreisenden, Umwege über Guangzhou oder Shenzhen einzuplanen und mit Verzögerungen von mindestens 24 Stunden nach dem Sturm zu rechnen. Versicherer erwarten einen Anstieg der Stornierungsansprüche im Zusammenhang mit „benannten Taifun“-Klauseln, während Fluggesellschaften für Tickets vom 3. bis 5. Juli auf Umbuchungsgebühren verzichten. Für Besucher und Entsandte, die das 30-tägige visafreie Programm Hainans nutzen, können wetterbedingte Überziehungen bei der örtlichen Nationalen Einwanderungsbehörde am Flughafen Sanya nach Wiederaufnahme des Betriebs geregelt werden. Dieses Ereignis erinnert eindrücklich daran, dass Chinas südliche Urlaubsregionen weiterhin anfällig für extreme Wetterlagen sind. Mobilitätsmanager mit großen Expat-Gemeinschaften in Guangdong und Hainan erweitern ihre Notfallpläne um multimodale Evakuierungen und schnelle Umbuchungen während der Haupttaifunzeit im Juli und August.
Quelle: english.gov.cn / Xinhua
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