
Besorgte Visumantragsteller rechnen nach, nachdem das australische Innenministerium am 1. Juli eine umfassende Erhöhung der staatlichen Antragsgebühren um 25 % durchgesetzt hat – zusätzlich zu gezielten Anstiegen bei einigen wenigen Visakategorien. SBS News berichtet, dass die Kosten für das Resident Return Visum (Unterklasse 155/157) von 490 AUD auf 1.475 AUD gestiegen sind – ein Anstieg von fast 200 %, den ein langjähriger chinesischer Daueraufenthaltsberechtigter als „absolut lächerlich“ bezeichnete. Studentenvisa kosten jetzt 2.500 AUD, und das Temporary Graduate Visum stieg nach zwei Erhöhungen innerhalb von vier Monaten auf 5.750 AUD. Die Gebühren für das Bridging Visa B haben sich auf 575 AUD verdreifacht. Während das Innenministerium erklärt, die höheren Gebühren dienten der schnelleren Bearbeitung und digitalen Modernisierung, argumentieren von SBS befragte Migrationsagenten, dass die Erhöhungen „ohne Vorwarnung“ kamen und dringend benötigte Absolventen und Fachkräfte abschrecken könnten. Kritiker weisen darauf hin, dass viele der größten Erhöhungen Visa betreffen, die kaum manuelle Prüfung erfordern, was den Eindruck verstärkt, dass Canberra die Preise als Steuerungsinstrument nutzt, statt die Verwaltungsressourcen aufzustocken. Internationale Bildungsorganisationen warnen, dass der Gebühren-Schock zusätzlich zu strengeren Regeln für echte Studierende und höheren finanziellen Nachweisen Australiens Wettbewerbsfähigkeit als Studienziel schwächt. Für Arbeitgeber verschärft der höhere Preis die im Juli angehobene Gehaltsschwelle. Eine dreiköpfige Familie, die einen Antrag auf ein Skilled Independent Visum (Unterklasse 189) stellt, muss nun allein über 10.700 AUD an staatlichen Gebühren einplanen. Unternehmen mit häufig wechselndem Personal, etwa im Bergbau oder der Offshore-Energie, müssen zudem wiederkehrende Kosten für Bridging Visa B einplanen, wenn Fly-in-Fly-out-Arbeiter reisen. Praktischer Tipp: Stellen Sie alle laufenden Anträge entscheidungsbereit, um bei Ablehnung oder Rücknahme keine erneuten Visagebühren zahlen zu müssen, und passen Sie Ihre Mobilitätskostenmodelle an den neuen Juli-Gebührenplan an.
Quelle: SBS News
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