
Australiens neue Gebührenordnung, die über Nacht von Australian Migration Lawyers veröffentlicht wurde (6. Juli 2026), bestätigt die stärksten flächendeckenden Erhöhungen seit mehr als einem Jahrzehnt. Fast jedes Visum kostet nun etwa 25 Prozent mehr, doch einige Kategorien sind besonders stark betroffen. Die Offshore- und Onshore-Partner-Visa (Subclass 309/100 und 820/801) steigen von 9.365 AUD auf 11.710 AUD, während das einfache Bridging Visa B – erforderlich, wenn Antragsteller während der Bearbeitung reisen – von 190 AUD auf 575 AUD klettert, ein Anstieg um 203 Prozent. Auch punktebasierte Visa bleiben nicht verschont: Die Gebühren für Subclass 189 und 190 liegen nun jeweils über 6.100 AUD, was den Druck auf Fachkräfte erhöht, die bereits mit den seit dem 1. Juli geltenden höheren Einkommensgrenzen konfrontiert sind. Arbeitgebergesponserte Nominierungen spüren einen doppelten Schlag, da die Gebühr für Subclass 482 auf über 4.000 AUD steigt und gleichzeitig die CSIT-Gehaltsschwelle angehoben wird. Studierendenvisa kosten jetzt 2.500 AUD statt 2.000 AUD im Vorjahr, während die Gebühr für das Temporary Graduate Visa, die im März bereits verdoppelt wurde, erneut auf 5.750 AUD angehoben wurde. Für Inhaber des New Zealand Citizen Family Relationship Visa (Subclass 461) sind die Nachrichten noch düsterer: Die Gebühr für den Hauptantragsteller steigt fast auf das Dreifache auf 1.330 AUD. Migrationsberater warnen, dass kombinierte Familienanträge nun vor medizinischen Untersuchungen, polizeilichen Führungszeugnissen oder Übersetzungen leicht über 4.000 AUD kosten können. Das Administrative Review Tribunal hat seine Antragsgebühr ebenfalls auf 3.727 AUD erhöht, was bedeutet, dass ein abgelehnter Partner-Visa-Antragsteller nun mit Mindestkosten von 15.437 AUD vor Anwaltskosten rechnen muss. Die Regierung verteidigt die Erhöhungen als notwendig, um ein „sicheres und effizientes“ Migrationssystem zu finanzieren, doch Kritiker argumentieren, dass die Steigerungen ehrliche Antragsteller bestrafen und genau die Talente abschrecken, die Australien dringend benötigt. Da Gebühren bei Ablehnung nicht erstattet werden und die Kosten für Überprüfungen steigen, sind die finanziellen Risiken für gut vorbereitete, entscheidungsreife Anträge höher denn je. Unternehmen und Einzelpersonen werden dringend aufgefordert, die Gebührenrechner vor der Antragstellung sorgfältig zu prüfen und die höheren CSIT/SSIT-Grenzwerte in ihre Gehaltsbudgets einzubeziehen. Die Nichtzahlung der neuen Gebühren zum Zeitpunkt der Antragstellung führt zur Rückweisung des Antrags als ungültig – eine kostspielige Verzögerung in dem derzeit angespannten Arbeitsmarkt.
Quelle: Australian Migration Lawyers
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