
Während eines Beitrags am 6. Juli bei WBURs „Here & Now“ berichtete Hamed Aleaziz, Einwanderungskorrespondent der New York Times, dass interne Daten zeigen, dass Bundesbeamte seit dem 1. Juli Überstunden leisten, um die durchschnittliche wöchentliche Zahl der Festnahmen im Inland zu verdoppeln. Die Dienststellen in Houston, Chicago und Atlanta sollen Quoten erhalten haben, um Rückstände vor der Haushaltsfrist am 15. Juli zu beseitigen. Unternehmen aus der Fertigung, Logistik und Lebensmittelverarbeitung melden bereits unangekündigte Kontrollen und Abholungen von Nachtschichtarbeitern außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Anwälte weisen darauf hin, dass jüngste Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs, die gerichtliche Überprüfungen einschränken, den Inhaftierten kaum Rechtsmittel lassen. Arbeitgeber, die sich ausschließlich auf E-Verify verlassen, könnten Probleme bekommen, wenn Beamte Identitätsbetrug behaupten; Rechtsberater empfehlen, zusätzliche Nachweise des Aufenthaltsstatus vorzuhalten und schnelle Reaktionspläne für festgenommene Mitarbeiter zu entwickeln. Aleaziz wies zudem auf eine Operation mit 300 Beamten hin, die gezielt Fahrdienstleister ins Visier nimmt, die über den Datenaustausch mit den Kraftfahrzeugbehörden auffällig geworden sind – ein wachsendes Risiko für Plattformen der Gig-Economy. Der Anstieg scheint laut ihm auf den Druck des Weißen Hauses zurückzuführen zu sein, nach Verabschiedung des 70-Milliarden-Dollar-Sicherheitsgesetzes im letzten Monat „Ergebnisse“ vorzuweisen. Ob das Tempo angesichts begrenzter Haftplätze aufrechterhalten werden kann, bleibt unklar.
Quelle: WBUR Here & Now
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