
Die brasilianische Polícia Federal (PF) berichtete am 7. Juli, dass ihre Flughafen-Sondereinheit zwischen dem 3. und 5. Juli bei verstärkten Migrations- und Zollkontrollen am internationalen Flughafen São Paulo/Guarulhos (GRU) sieben Reisende festgenommen und 3,5 kg Kokain sichergestellt hat. Der Einsatz verdeutlicht die doppelte Rolle der PF als Grenzkontrollbehörde und Kriminalpolizei. Im schwerwiegendsten Fall stoppten die Beamten einen nigerianischen Staatsangehörigen auf dem Weg nach Addis Abeba, der 1,5 kg Kokain in Pellets verschluckt hatte. Der Passagier wurde unter bewaffneter Bewachung in ein Krankenhaus gebracht, um das Kokain medizinisch zu entfernen – ein Verfahren, das bis zu 48 Stunden dauern kann. Eine brasilianische Frau, die versuchte, mit 2 kg Kokain, in ihre Kleidung eingenäht, nach Barcelona zu fliegen, wurde ebenfalls festgenommen. Beide sehen sich internationalen Drogenhandelsanklagen gegenüber, die nach dem brasilianischen Betäubungsmittelgesetz mit 5 bis 15 Jahren Haft bestraft werden können. Neben Drogendelikten nahmen Grenzbeamte einen Brasilianer fest, der nach London reisen wollte, nachdem Röntgenscanner scharfe Munition in seinem Gepäck entdeckt hatten. Vier weitere Gesuchte, die wegen Verstößen von nicht gezahltem Kindesunterhalt bis zu Trunkenheit am Steuer gesucht wurden, wurden während der Passkontrolle durch das API-PNR-System der PF erkannt und bei der Kontrolle ihrer Bordkarten festgenommen. Warum das für die globale Mobilität wichtig ist: GRU ist der zweitgrößte internationale Flughafen Lateinamerikas und das wichtigste Drehkreuz für Geschäftsreisende. Die PF-Operation signalisiert eine verschärfte Sicherheitslage vor dem Winterferienansturm auf der Südhalbkugel und dem Feiertag am 9. Juli, wenn das Passagieraufkommen stark ansteigt. Reisende sollten mit längeren Wartezeiten bei der sekundären Kontrolle rechnen und mindestens drei Stunden vor Abflug, auch bei Regionalflügen, am Flughafen sein. Unternehmen, die wertvolles Personal oder zeitkritische Fracht über GRU transportieren, sollten zusätzliche Pufferzeiten einplanen und ihre Mitarbeiter auf Brasiliens strenge Regelungen zu kontrollierten Substanzen – einschließlich verschreibungspflichtiger Medikamente ohne entsprechende Dokumentation – hinweisen, um unbeabsichtigte Festnahmen zu vermeiden.
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