
Die zweite große Hitzewelle des Sommers in Spanien verschärfte sich am 9. Juli, wobei die nationale Wetterbehörde AEMET in zehn autonomen Gemeinschaften, darunter Andalusien, Katalonien, Madrid und Valencia, die Warnstufe Orange („erhöhtes Risiko“) ausrief. Die Temperaturen sollen in den Flusseinzugsgebieten und großen Stadtzentren 42 °C übersteigen. Die Tourismusämter in Sevilla, Zaragoza und Palma rieten Besuchern, Besichtigungen vor 11 Uhr morgens oder nach Sonnenuntergang zu planen, während Bodenabfertigungsfirmen an Flughäfen Schichtteilungen und zusätzliche Trinkpausen einführten. Arbeitsschutzvorschriften schreiben vor, dass Baustellen im Freien bei einem „Humidex“-Index über 39 eingestellt werden müssen, was die Modernisierung multinationaler Anlagen verzögern könnte. Das Gesundheitsministerium erinnerte Arbeitgeber daran, dass neu angekommene Expatriates die iberische Sommerhitze oft unterschätzen, und veröffentlichte mehrsprachige Hinweise zur Vorbeugung von Hitzschlag. Versicherer warnten unterdessen, dass Verzögerungen durch hitzebedingte medizinische Notfälle in der Regel nicht durch Standard-Reiseverspätungsklauseln abgedeckt sind, und rieten Unternehmen, ihre Policen vor der Hauptumzugszeit im August zu überprüfen. Für die kommenden Tage erwartet AEMET, dass die Hitzewelle ab dem 12. Juli nachlässt, wenn atlantische Fronten den Nordwesten erreichen, jedoch werden überdurchschnittlich hohe nächtliche Mindesttemperaturen („tropische Nächte“) anhalten, was die Energiekosten für Serviced Apartments und Langzeit-Hotels in den Fokus rückt.
Quelle: Europa Press
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