
Ein Buschfeuer in der Nähe des Bahnkorridors bei Alcolea zwang den Infrastrukturbetreiber ADIF am 9. Juli dazu, alle AVE- und Avant-Verbindungen zwischen Madrid-Puerta de Atocha und Sevilla/Málaga einzustellen. Dichter Rauch beeinträchtigte die Sicht für Lokführer und beschädigte Signalkabel, wodurch Spaniens wichtigste Geschäftsreisestrecke für mehr als sieben Stunden lahmgelegt wurde. Renfe brachte 2.300 Fahrgäste mit Ersatzbussen ans Ziel und bot kostenlose Umbuchungen an; Fluggesellschaften verzeichneten kurzfristig einen Buchungsanstieg auf den Strecken Madrid–Sevilla und Madrid–Málaga. Auch Güterverkehr wurde auf langsamere konventionelle Strecken umgeleitet, was die Lieferzeiten um bis zu sechs Stunden verlängerte. Der Vorfall verdeutlicht die Anfälligkeit kritischer Mobilitätsinfrastruktur für klimabedingte Ereignisse: Spanien registrierte in diesem Jahr bereits 142 Waldbrände, ein Anstieg von 28 % gegenüber 2025. Für multinationale Unternehmen mit Standorten in Andalusien gehören Notfallpläne inzwischen routinemäßig die Umstellung auf Homeoffice und Übernachtungen in Hotels, wenn der Korridor gesperrt ist. ADIF-Ingenieure ersetzten über Nacht 200 Meter beschädigte Glasfaserkabel und öffneten ein Gleis; der volle Doppelgleisbetrieb wurde am 10. Juli um 6:00 Uhr wieder aufgenommen. Unternehmen mit häufigen Geschäftsreisenden sollten die Zugzuweisungen überprüfen, da bis mindestens 15. Juli vorübergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen im betroffenen Abschnitt gelten.
Quelle: Agencia EFE
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