
Die Republik Zypern hat ihre letzte große Hürde auf dem Weg zur vollständigen Schengen-Mitgliedschaft genommen. Ein EU-Bewertungsbericht, der am 26. Juni dem Schengen-Ausschuss vorgelegt und am 13. Juli veröffentlicht wurde, bestätigt, dass die Insel alle technischen Voraussetzungen für den Beitritt zur europäischen Passfreiheitszone erfüllt. Der 60-seitige Bericht, der Kathimerini und Antena 3 CNN vorliegt, lobt die in den letzten drei Jahren erzielten Verbesserungen bei der Grenzüberwachungstechnologie, die systematische Nutzung des Schengen-Informationssystems sowie die Einführung biometrischer Ein- und Ausreisekontrollen an den Flughäfen Larnaka und Paphos.
Zudem kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die Kontrollen entlang der Grünen Linie – der inneren Demarkationslinie, die den von der Regierung kontrollierten Süden vom türkisch-zyprischen Norden trennt – „angemessen und verhältnismäßig“ sind. Dies mildert frühere Befürchtungen, dass die Linie nach dem Schengen-Beitritt Zyperns zu einer de facto Außengrenze werden könnte.
Der nächste Schritt ist politischer Natur: Die EU-Innenminister müssen nun im Rat einstimmig entscheiden, die Kontrollen für Reisende zwischen Zypern und dem übrigen Schengen-Raum aufzuheben. Nikosia hofft, dass dies bereits beim Justiz- und Innenministerrat im Dezember geschehen könnte. Diplomaten zufolge verlangen einige Mitgliedstaaten jedoch weitere Zusicherungen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den britischen Souveränen Basen und der Migrationssituation im östlichen Mittelmeerraum.
Für Unternehmen stehen viel auf dem Spiel. Die vollständige Schengen-Teilnahme würde die Passkontrollen für die rund drei Millionen Geschäfts- und Freizeitreisenden, die jährlich zwischen Zypern und anderen EU-Staaten fliegen, abschaffen. Dadurch könnten Reisezeiten um bis zu eine Stunde verkürzt und Billigfluggesellschaften „Durchflüge“ ohne erneute Passkontrolle anbieten. Multinationale Unternehmen mit regionalen Zentren in Limassol erwarten zudem eine erleichterte Personalrotation dank der EU-Regelungen für kurzfristige Geschäftsbesuche, was Zypern als Standort für Hauptsitze und Fintech-Unternehmen attraktiver macht.
Dennoch sollten Firmen mit einer Übergangsphase rechnen. Die Regierung plant, für Nicht-EU-Besucher, die direkt aus Drittstaaten anreisen, eine elektronische Reisegenehmigung beizubehalten. Neue „Schengen-konforme“ IT-Systeme an den Kontrollstellen der Grünen Linie werden laut dem stellvertretenden Migrationsministerium voraussichtlich erst Mitte 2027 vollständig einsatzbereit sein.
Zudem kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die Kontrollen entlang der Grünen Linie – der inneren Demarkationslinie, die den von der Regierung kontrollierten Süden vom türkisch-zyprischen Norden trennt – „angemessen und verhältnismäßig“ sind. Dies mildert frühere Befürchtungen, dass die Linie nach dem Schengen-Beitritt Zyperns zu einer de facto Außengrenze werden könnte.
Der nächste Schritt ist politischer Natur: Die EU-Innenminister müssen nun im Rat einstimmig entscheiden, die Kontrollen für Reisende zwischen Zypern und dem übrigen Schengen-Raum aufzuheben. Nikosia hofft, dass dies bereits beim Justiz- und Innenministerrat im Dezember geschehen könnte. Diplomaten zufolge verlangen einige Mitgliedstaaten jedoch weitere Zusicherungen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den britischen Souveränen Basen und der Migrationssituation im östlichen Mittelmeerraum.
Für Unternehmen stehen viel auf dem Spiel. Die vollständige Schengen-Teilnahme würde die Passkontrollen für die rund drei Millionen Geschäfts- und Freizeitreisenden, die jährlich zwischen Zypern und anderen EU-Staaten fliegen, abschaffen. Dadurch könnten Reisezeiten um bis zu eine Stunde verkürzt und Billigfluggesellschaften „Durchflüge“ ohne erneute Passkontrolle anbieten. Multinationale Unternehmen mit regionalen Zentren in Limassol erwarten zudem eine erleichterte Personalrotation dank der EU-Regelungen für kurzfristige Geschäftsbesuche, was Zypern als Standort für Hauptsitze und Fintech-Unternehmen attraktiver macht.
Dennoch sollten Firmen mit einer Übergangsphase rechnen. Die Regierung plant, für Nicht-EU-Besucher, die direkt aus Drittstaaten anreisen, eine elektronische Reisegenehmigung beizubehalten. Neue „Schengen-konforme“ IT-Systeme an den Kontrollstellen der Grünen Linie werden laut dem stellvertretenden Migrationsministerium voraussichtlich erst Mitte 2027 vollständig einsatzbereit sein.