
In Jakarta erklärte der stellvertretende Einwanderungsminister Matt Thistlethwaite am 14. Juli 2026, dass Canberra im Haushalt 2026/27 zusätzliche Mittel bereitgestellt hat, um die Bearbeitungszeiten für Visa zu verkürzen. Bei einem Forum der Foreign Policy Community of Indonesia (FPCI) räumte er ein, dass die gestiegene Nachfrage nach Partner-, Studenten- und Fachkräftevisa die Entscheidungszeiten verlängert habe, was sowohl Bewerber als auch australische Arbeitgeber frustriere. Obwohl der Minister keine konkreten Summen nannte, deuten Unterlagen des Finanzministeriums darauf hin, dass das Innenministerium eine mehrjährige Betriebserhöhung erhalten hat, die für zusätzliche Sachbearbeiter, verbesserte Dokumentenanalyse-Tools und eine erweiterte Callcenter-Kapazität vorgesehen ist. Thistlethwaite wies darauf hin, dass strengere Risikoeinstellungen für bestimmte Märkte – wie die jüngste Umstufung Indonesiens von Stufe 1 auf Stufe 2 bei der Bewertung von Studentenvisa – eine intensivere Prüfung von Finanz- und Sprachnachweisen erfordern, was die Arbeitsbelastung erhöht. Die neuen Mittel sollen Engpässe abbauen, ohne die Integrität zu gefährden. Für multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter nach Australien entsenden, bedeuten schnellere Bewilligungen weniger Projektverzögerungen und geringere Umzugskosten. Bildungsanbieter und Technologieunternehmen können in den nächsten zwölf Monaten mit einer schrittweisen Verbesserung rechnen, sobald neues Personal eingestellt und Altanträge abgearbeitet sind. Die Ankündigung erfolgt vor einer geplanten Überprüfung der Migrationsprogrammeinstellungen für 2027/28, bei der Branchenverbände großzügigere Kontingente für Fachkräftevisa und vereinfachte Verlängerungsverfahren fordern, um im Wettbewerb um Talente mit Kanada und Großbritannien Schritt zu halten.
Quelle: ANTARA News