
Am 13. Juli 2026 haben die Tertiary Education Quality and Standards Agency (TEQSA) und die Australian Skills Quality Authority (ASQA) eine gemeinsame Branchenwarnung veröffentlicht, die Universitäten und Berufsschulen vor Marketingpraktiken warnt, die internationale Studierende dazu verleiten, während des Kurses den Anbieter zu wechseln. Die Warnung folgt auf Hinweise, dass einige Bildungsagenten trotz eines im letzten Jahr eingeführten Regierungsverbots weiterhin Provisionen für Inlandswechsel erhalten, um Studierende vor Ausbeutung zu schützen. TEQSA und ASQA betonen, dass solche Anreize die Integrität des australischen Bildungs-Exportsektors untergraben und dem Zweck des Education Services for Overseas Students (ESOS) Act widersprechen könnten. Bildungseinrichtungen wurden aufgefordert, Agenturverträge, Werbemaßnahmen und Wechselrichtlinien zu überprüfen und sicherzustellen, dass ein Anbieterwechsel tatsächlich im akademischen Interesse der Studierenden liegt. Nicht konforme Institutionen müssen mit gezielten Untersuchungen, möglicher Suspendierung aus dem Commonwealth Register of Institutions and Courses for Overseas Students (CRICOS) sowie hohen Geldstrafen rechnen. Für Manager im Bereich globale Mobilität signalisiert die Verschärfung eine strengere Kontrolle der Einhaltung von Studentenvisa – insbesondere wenn Angehörige von Mitarbeitenden in Australien studieren oder Unternehmen Weiterbildungsprogramme sponsern. Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass gesponserte Studierende bei ihrem ursprünglichen Anbieter eingeschrieben bleiben, da nicht gemeldete Wechsel gegen Visabedingungen verstoßen und zukünftige Anträge gefährden könnten. Bildungseinrichtungen müssen ihre Due-Diligence-Checklisten für Agenten aktualisieren, Provisionszahlungen für Inlandswechsel einstellen und das Einschreibungspersonal über die neuen Anforderungen informieren. Transparenz bei Studiengebührenrückerstattungen und Freigabeschreiben für Wechsel ist entscheidend, um behördliche Maßnahmen und Reputationsschäden zu vermeiden. Die Warnung unterstreicht die umfassende Migrationsreform der Regierung: Anhebung der Visastandards, Begrenzung der internationalen Studierendenzahl auf 295.000 bis 2027 und Förderung qualitativ hochwertiger, praxisorientierter Bildungsangebote, die den Arbeitsmarktbedürfnissen entsprechen.
Quelle: TEQSA